Montag, 19. November 2018

Tesla-Chairwoman Robyn Denholm Diese Frau soll auf Elon Musk aufpassen

Robyn Denholm: Teslas neue Verwaltungsratschefin wird CEO Elon Musk kontrollieren

"Möchte Robyn dafür danken, dass Sie ins Team kommt. Großen Respekt. Freue mich auf die Zusammenarbeit."

So kurz und knapp begrüßte Tesla-CEO Elon Musk am Donnerstag seine neue Chefin Robyn Denholm. Fünf Tage waren Tesla Börsen-Chart zeigen da noch geblieben, um die künftige Besetzung des Verwaltungsratsvorsitzes bekanntzugeben. Das war Teil des Deals, den Tesla mit der amerikanischen Börsenaufsicht SEC geschlossen hatte. Im Zuge der mittlerweile abgeblasenen Delisting-Pläne von Tesla waren Vorwürfe lautgeworden, Musk habe Investoren vorsätzlich in die Irre geführt und Kursmanipulation betrieben.

Nun muss Musk einen Teil seiner Macht abgeben. Er behält zwar den CEO-Posten bei Tesla Börsen-Chart zeigen. Den zusätzlichen Posten als Chairman, den er seit 14 Jahren innehatte, gibt er jedoch gezwungenermaßen ab.

Mit Denholm übernimmt diesen Job keine Unbekannte. Die 55-Jährige ist bereits seit 2014 Mitglied im Tesla-Board und ist dort unter anderem für Finanzthemen zuständig.

Das sei etwa so, wie wenn man außerhalb eines Kinos einen Film bewerten müsse, fasste sie Anfang des Jahres ihre Tätigkeit in einem Interview zusammen. "Ab und zu muss jemand rauskommen und dir erzählen, was so im Film passiert und andeuten, wie es weiter gehen könnte."

Die Australierin stieß als Außenstehende zu dem Autobauer

Mit Denholm ist die Wahl auf eines der unabhängigeren Verwaltungsratsmitglieder gefallen. Anders als beispielsweise Musks Bruder Kimbal oder der Wagniskapitalgeber Steve Jurvetson stieß die gebürtige Australierin als weitgehend Außenstehende zu dem Autobauer. Allerdings eine mit beträchtlicher Erfahrung, nicht nur im Technologie- und Finanzbereich, sondern auch im Automobilsektor - und mit langjähriger Erfahrung im Umgang mit der SEC.

Als Tochter eines Tankstellenbesitzers aus einem Vorort von Sydney studierte Denholm Wirtschaft, Rechnungswesen und Handel an den Universitäten Sydney und New South Wales - und lernte früh ihre Leidenschaften zu kombinieren: Indem sie ihrem Vater bei der Buchhaltung half, aber auch - so zumindest die Legende - eine Begeisterung fürs Schrauben entwickelte.

Ihre ersten Karriereschritte machte Denholm Mitte der 80er Jahre bei Arthur Anderson, bevor sie 1989 zu Toyota Börsen-Chart zeigen und danach elf Jahre zu Sun Microsystems Australien wechselte. Für Sun ging sie auch später mit Mann und ihren zwei Kindern für etwa zwei Jahrzehnte ins Silicon Valley. Dort arbeitete sie zunächst für Sun und anschließend neun Jahre - unter anderem als CFO - beim Netzwerkausrüster Juniper Networks, wo sich der Umsatz in ihrer Zeit mehr als verdoppelte.

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