Sonntag, 19. November 2017

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Elektroautobauer Tesla feuert Hunderte Mitarbeiter - und VW setzt nach

Tesla Model 3: Probleme mit der Produktion, Mitarbeiter gefeuert

Der US-Elektroautobauer Tesla Börsen-Chart zeigen hat einem Insider zufolge in dieser Woche etwa 400 Mitarbeiter entlassen. Betroffen seien etwa Führungskräfte, Team-Chefs und Vorarbeiter, sagte am Freitag ein früherer Beschäftigter, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Tesla bestätigte am Wochenende die Entlassungen, nannte aber keine Zahl. Als Grund für die Kündigungen gab Tesla mangelnde Leistungen an. "Wie bei allen Firmen können auch bei Tesla Leistungsüberprüfungen gelegentlich zum Abschied von Beschäftigten führen", teilte der Autobauer mit. Tesla beschäftigt rund 33.000 Mitarbeiter.

Das in Palo Alto in Kalifornien ansässige Unternehmen hatte zu Monatsbeginn erklärt, es kämpfe derzeit mit Produktionsengpässen bei seinem neuen Model 3, das für den Massenmarkt gedacht ist. Zu Monatsbeginn machte Tesla Produktionsengpässe bei seinem neuen Modell 3 öffentlich. Statt der geplanten 1500 Fahrzeuge wurden im dritten Quartal nur 260 Stück gefertigt.

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Zudem rief Tesla am Freitag 11.000 bereits verkaufte Fahrzeuge des Typs Model X zur Reparatur in die Werkstatt. Bei einigen Modellen könne die Gefahr bestehen, dass Sitze in der zweiten Reihe des Fahrzeugs bei Unfällen unerwartet nach vorn geschleudert werden,

Volkswagen: Wir fokussieren uns künftig stärker auf Tesla als auf Toyota

Volkswagen nimmt unterdessen den US-Konkurrenten ins Visier und will mit eigenen Elektro-Modellen Tesla angreifen. "Tesla wird sich mit seinem innovativen Geschäftsmodell nicht nur auf das Premiumsegment beschränken, sondern seine Fähigkeiten auch auf das Volumensegment auszurollen versuchen", sagte VW-Markenchef Herbert Diess der "Automobilwoche" laut Vorab-Bericht vom Samstag. "Daher fokussieren wir uns im zukünftigen Wettbewerb sehr stark auf Tesla und weniger auf Toyota oder Hyundai."

Strategiechef Michael Jost sagte, VW werde Tesla in den USA früher als geplant mit einem geeigneten Modell angreifen. Der Automobilwoche zufolge soll dieses Auto zwischen Teslas Model 3 und Model S angesiedelt sein sowie 2021 auf den Markt kommen. Es soll von Leistung, Reichweite und Kosten her auf den US-Markt zugeschnitten sein.

VW mit Elektrobaukasten "weit voraus"

Jost sagte zudem, VW sei mit seinem Elektrobaukasten der Konkurrenz weit voraus. "Darauf werden wir mehrere Millionen Fahrzeuge für die großen Märkte USA, Europa und China bauen." VW wolle aber auch wieder mit konventionellen Geländewagen punkten und plant dem Branchenblatt zufolge neben Tiguan und Atlas ein neues Einstiegs-SUV für die USA: "Wir haben die USA noch längst nicht aufgegeben. Von zentraler Bedeutung wird unsere SUV-Strategie sein", sagte Jost.

Das Blatt berichtete, interne Planungen gingen von jährlich weltweit bis zu 500.000 verkauften Einheiten des neue Einstiegs-SUVs aus. Zudem werde das Preisgefüge für mehr Konkurrenzfähigkeit geändert. "Wir waren in den USA preislich bisher immer über dem Wettbewerb positioniert", sagte Jost. "Das ändern wir gerade und müssen dafür natürlich auch unsere Kostenstruktur verbessern."

la/dpa/reuters

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