Dienstag, 26. Juli 2016

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Musks "Wette in Deutschland" Tesla greift BMW, Daimler, Audi und Porsche in der Heimat an

Attacke aus Amerika: Tesla-Chef Elon Musk (l.) fordert auch BMW und seinen Chef Norbert Reithofer in Deutschland heraus

"Wir machen eine Wette in Deutschland": Tesla-Chef Elon Musk will den Heimatmarkt von Audi, BMW und Co. aufmischen. Dazu plant er ein beispielloses Netz von Gratis-Schnellladern und will den Absatz massiv steigern - dafür gibt es ein Upgrade für Fahrten bei Tempo 200.

Hamburg - Die Szenerie in Feldkirchen bei München hatte etwas von den legendären Auftritten des verstorbenen Apple-Chefs Steve Jobs. Auf der Bühne ein Manager. Zu seinen Füßen: das Publikum. Gefällt den Zuhörern etwas, applaudieren sie nicht, sie jubeln. Viele filmen den Auftritt mit ihren Smartphones. Immer wieder brechen alle zusammen in schallendes Gelächter aus.

Etwa 400 Kunden, Fans und Geschäftspartner von Tesla Börsen-Chart zeigen quetschten sich am Montag Abend ins neue Auslieferungszentrum des US-Elektroautobauers, um dem Gründer zuzuhören (Videos hier und hier). Und schon gleich zu Anfang gibt es Ovationen: "Deutschland gilt im Moment unser Hauptaugenmerk!", ruft Musk in die Menge.

Mit gutem Grund: Noch hat Tesla vergleichsweise wenig Exemplare seines Model S (Reichweite: 500 Kilometer, Preis: ab 71.400 Euro) in der Bundesrepublik ausgeliefert. Doch das sind laut Verkaufsgenie Musk nur kleine Anfangsprobleme. Er denkt in größeren Dimensionen: Es ist nicht weniger als ein Frontalangriff auf die deutschen Premiumhersteller Audi Börsen-Chart zeigen, Porsche Börsen-Chart zeigen, BMW Börsen-Chart zeigen und Daimler Börsen-Chart zeigen, den der selbstbewußte Tesla-Chef in Feldkirchen verkündet:

• Bis Ende 2014 will Tesla pro Woche 200 bis 300 Autos nach Deutschland liefern, also etwa 1000 im Monat. Sofern das Kraftfahrt-Bundesamt das Model S als Oberklassefahrzeug einstuft, käme Musks Plan dem Griff nach der Krone im Königssegment gleich - die S-Klasse von Mercedes, der 7er-BMW und Audis A8 erreichen keine vierstelligen Verkaufszahlen. Porsche kam mit dem Panamera im September gar nur auf 180 Wagen

"Wenn wir hier keinen Erfolg haben, ist das ein schlechtes Zeichen"

Gehen Musks Pläne auf, wäre der deutsche Markt - pro Einwohner gerechnet - für Tesla sogar wichtiger als die USA. "Wir machen eine Wette in Deutschland und investieren viel", begründet Musk sein Feuerwerk. "Wenn wir hier keinen Erfolg haben, ist das ein schlechtes Zeichen"

• Am Donnerstag will Tesla seine Pläne für ein Netz von Schnelllade-Stromtankstellen in Deutschland detailliert darlegen. Zum Start sollen sechs Säulen verfügbar sein, die aller Voraussicht nach Langstreckenfahrten zwischen München und den Niederlanden ermöglichen

• Bis Ende März 2014 sollen 50 Prozent der Deutschen eine solche Schnellladestation im Umkreis von 200 Kilometern vorfinden. Bis Ende 2014 sollen alle Regionen zu 100 Prozent abgedeckt sein, so die kühnen Pläne. Derart engmaschig ist auch das geplante Netz in den USA nicht. Vorgesehen sind 40 bis 50 Säulen, die die Batterien mit 135 Kilowatt laden - das ist ein Vielfaches dessen, was es bisher gibt. In 30 Minuten hat der Akku wieder Saft für mehr als 300 Kilometer. Der Strom soll zeitversetzt mit Hilfe von Solaranlagen produziert werden und ist für Besitzer des Model S laut Musk kostenlos - für immer

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