Mittwoch, 19. September 2018

Blackrock will unabhängigen Chairman Aktionäre proben Aufstand gegen Tesla-Chef Elon Musk

Elon Musk: Ärger mit Blackrock

Rückzug von der Börse, lange Interviews über mentale Erschöpfung, dann doch kein Rückzug von der Börse: Das Misstrauen gegenüber Elon Musk ist nicht nur in der eigenen Führungsriege, sondern auch unter Tesla-Anteilseignern deutlich gestiegen. Zu den Kritikern Musks zählt mit der Fondsgesellschaft Blackrock inzwischen auch der weltgrößte Vermögensverwalter der Welt.

So haben Blackrock-Fonds sich für einen Aktionärsvorschlag ausgesprochen, Tesla-Chef Elon Musk seiner Doppelfunktion als Chairman und CEO von Tesla zu berauben. Musk solle zwar operativer Chef von Tesla Börsen-Chart zeigen bleiben, aber als Chairman durch eine unabhängige Person ersetzt werden, so der Vorschlag.

Der Vorstoß der Musk-kritischen Aktionäre wurde zwar mit deutlicher Mehrheit abgelehnt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Mehr als 86 Millionen Stimmenanteile lehnten während eines Shareholder-Meetings im Juni den Vorschlag ab, während nur rund 17 Millionen der Stimmenanteile sich für die Teil-Entmachtung Musks aussprachen. Dennoch zeigt der Antrag, dass Musk bei Tesla nicht mehr so unbehelligt durchregieren kann wie noch vor einigen Jahren.

Blackrock, der größte Vermögensverwalter der Welt, zählt zu den zehn größten Aktionären Teslas. 6,5 der rund 170 Millionen Aktien können Blackrock-Fonds zugeordnet werden. Elon Musk selbst ist weiterhin größter Einzelaktionär des Unternehmens.

la/mmo

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH