Montag, 26. September 2016

Alle Artikel und Hintergründe

Taxi-Lobby gegen Fahrdienst Uber "Das trägt Züge von organisierter Kriminalität"

Benutzerin eines Autos des Mitfahranbieters Lyft: Taxifahrer gehen auf die Barrikaden
Getty Images
Benutzerin eines Autos des Mitfahranbieters Lyft: Taxifahrer gehen auf die Barrikaden

Weltweit machen Taxifahrer Front gegen neue Mitfahrdienste. Vor einer geplanten Demonstration heizt sich die Stimmung weiter auf. Der Hamburger Taxenverband rückt Uber, Lyft, Wundercar und Co. in die Nähe der Cosa Nostra.

Hamburg - Der 11. Juni soll weltweit zum Tag der Abrechnung für die Taxifahrer werden. In zahlreichen Städten, darunter Berlin, London und Paris, wollen sie ihren Unmut über neue Fahrdienste wie Uber, Lyft oder Wundercar ausdrücken.

Über diese Sharing-Dienste lassen sich per Smartphone Autos samt Fahrer herbeirufen. Die Fahrt ist dann in der Regel deutlich billiger als mit dem Taxi.

Allerdings, so wenden die Traditions-Chauffeure ein, erfüllen die Fahrer nicht die gesetzlich erforderlichen Voraussetzungen wie eine Personenbeförderungserlaubnis. In Berlin und Hamburg sind die Verwaltung bereits gegen die neuen Anbieter vorgegangen.

Der Hamburger Taxenverband gießt nun noch etwas Öl ins Feuer. Fahrdienste wie Uber und Wundercar trügen "Züge von organisierter Kriminalität", lässt sich der zweite Vorsitzende des Verbandes, Clemes Grün, zitieren. Die Firmen wiesen "massives Potenzial für Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung" auf.

Vor allem das US-Unternehmen Uber, das unter anderem von der Investmentbank Goldman Sachs finanziert wird, zeigte sich zuletzt trotz des Gegenwindes angriffslustig. Uber werde gegen einstweilige Verfügungen und Betriebsverbote vorgehen, sagte Deutschland-Manager Fabien Nestmann. Uber betont stets, man biete selbst keinen Fahrservice an, sondern stelle Fahrern nur eine Vermittlungs-Plattform zur Verfügung.

nis

Mehr manager magazin
Zur Startseite

© manager magazin 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH