Sonntag, 21. Oktober 2018

Zeitenwende auf deutschem Automarkt SUV und Geländewagen erstmals beliebter als Golf-Klasse

Zulassungs-Ranking: Das sind die beliebtesten SUV und Geländewagen in Deutschland
Daimler

2. Teil: Welche Autobauer den Trend am besten ausnutzen

Die Autohersteller setzen nun gerade bei schweren Fahrzeugen auf elektrische und vor allem teilelektrische Modelle. Deren CO2-Ausstoß rechnet der Gesetzgeber sehr großzügig an, indem er ihn im Batteriebetrieb mit Null veranschlagt.

Modelle wie den Audi Q7, den BMW X5, den Porsche Cayenne oder den Mercedes GLE gibt es bereits als Plugin-Hybride, die sich an der Steckdose aufladen lassen. Die realistische elektrische Reichweite beträgt bei allen aber weniger als 50 Kilometer.

Inzwischen gibt es aber auch viele kleinere SUV mit Verbrennungsmotor, die das Klischee vom durstigen Spritfresser nicht mehr bedienen. Französische Hersteller wie Renault oder Citroen bieten etwa Modelle an, die offiziell weniger als vier Liter Diesel verbrauchen.

Welche 2017 die beliebtesten SUV und Geländewagen der Deutschen waren, sehen Sie hier. Welche zuletzt die weltweit beliebtesten Wagen dieser Klasse waren, sehen Sie hier.

Als deutschen SUV-Meister hat Auto-Experte Dudenhöffer Audi Börsen-Chart zeigen gekürt. In den ersten drei Quartalen wurden seinen Berechnungen zufolge mehr SUV von Audi zugelassen als von der Marke Volkswagen Börsen-Chart zeigen (Platz 2). Auf Rang drei folgt Mercedes-Benz (Daimler Börsen-Chart zeigen) vor BMW Börsen-Chart zeigen. Bemerkenswert hohe SUV-Anteile wiesen Nissan Börsen-Chart zeigen (63 Prozent) und Mazda (50 Prozent) auf.

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Offiziell führt das Kraftfahrt-Bundesamt SUV und Geländewagen seit fünf Jahren in getrennten Segmenten. Dies sei "in enger Abstimmung mit Vertretern der Automobilindustrie vorgenommen" worden. Begründung: Geländewagen seien offroad-tauglich, SUV eher nicht. Autoexperte Dudenhöffer fasst weiterhin beide Segmente unter "SUV" zusammen.

Ob die Neuaufteilung des KBA auch dazu diente, den hohen Anteil spritschluckender Fahrzeuge in der Zulassungsstatistik zu verschleiern, bleibt unklar. Eine Anfrage von manager-magazin.de, von wem die Initiative für die Neueinteilung ausging, ließ die Flensburger Behörde unbeantwortet.

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