Freitag, 29. Juli 2016

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Elektromobilität Wo bleibt der Elektrotruck?

PS-Power aus der Steckdose? Für die Truckhersteller spielt das Thema bis jetzt nur eine untergeordnete Rolle

Geht es um Elektromobilität, bleibt die erfolgsverwöhnte deutsche Autoindustrie in der Verfolgerrolle. Doch die Berater von Roland Berger machen in einer Studie Mut: VW, BMW und Daimler holen auf. Weit zurück liegen indes die Trucks.

Hamburg - Schadstoffe, Europäische Union, CO2-Ziele: wenn sich die internationale Auto-Welt Anfang Oktober zum Branchentreffen in Paris trifft, dann werden diese Reizthemen einmal mehr im Mittelpunkt stehen. Egal ob Mercedes oder BMW Börsen-Chart zeigen , Audi Börsen-Chart zeigen oder Toyota Börsen-Chart zeigen : alle wollen zeigen, wie sie Ökologie und Fahrspaß miteinander verbinden.

Anderthalb Wochen vorher schon wollen ihre Lkw-Kollegen glänzen. Die neuen Möglichkeiten durch PS-Power aus der Steckdose, durch Elektromotoren und Plugin-Hybride indes werden ab Montag auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Hannover nur eine Nebenrolle spielen.

Die Zurückhaltung hat einen Grund: Die Truckkonzerne sind noch nicht so weit. Sie glänzen lieber mit anderen Themen: mit verbessertem Komfort und Unfallschutz, mit den künftigen Möglichkeiten der Datentechnik und ihren Lösungen, die Betriebskosten der Spediteure zu senken.

Wenn der Lastwagen-Zweig des europäischen Branchenverbands Acea, angeführt derzeit von Daimlers Truckchef Wolfgang Bernhard, jedoch am 23. September zur Pressekonferenz auf die IAA lädt, dann wird das Thema Emissionen ausnahmsweise eine zentrale Rolle spielen. Die Trucker haben eine Botschaft für die Politiker, und die ähnelt derjenigen, die auch BMW-Chef Norbert Reithofer und andere Konzernlenker immer wieder aufs Neue vortragen. Überfordert uns nicht!

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