Donnerstag, 18. Oktober 2018

Elektrotransporter Post baut Streetscooter an weiterem Standort

Streetscooter Work XL: Post hat Drittkunden und große Stückzahlen im Visier

Für die Post ist "Streetscooter" eine Erfolgsgeschichte. Bislang wurde der Elektrotransporter in Aachen gebaut, nun kommt Düren als zweiter Standort hinzu.

Nach Aachen soll der Streetscooter der Post auch in Düren produziert werden. "Mit dieser Entscheidung setzen wir die Erfolgsgeschichte des Streetscooter fort", sagte Postvorstand Jürgen Gerdes am Freitag. Nach Berichten von "Aachener Zeitung" und "Aachener Nachrichten" könnte der E-Transporter schon im Sommer nächsten Jahres in leerstehenden Hallen des Autozulieferers Neapco gebaut werden, rund 40 Kilometer vom ersten Produktionsstandort in Aachen entfernt.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nannte die Entscheidung der Post eine positive Nachricht für ganz Nordrhein-Westfalen. "Elektromobilität ist das große Thema der Zukunft", sagte Laschet am Freitag: "An der RWTH Aachen wurde der Streetscooter entwickelt. Die Deutsche Post setzt ihn inzwischen flächendeckend ein. Ford in Köln baut jetzt auch Streetscooter. Und jetzt wird ein neues Werk im rheinischen Revier errichtet." Ziel sei es, auch im Ruhrgebiet neue Unternehmen der Elektromobilität anzusiedeln.

In Deutschland gehört die Post zu den großen Herstellern von E-Autos. Am Standort Aachen wurde unlängst mit der Einführung einer zweiten Schicht die Jahreskapazität auf 15.000 Fahrzeuge hochgefahren.

Weltweit verfügen die Bonner über eine Flotte von 92.000 Fahrzeugen, rund 47.000 sind es in Deutschland. Davon sind etwa 3000 Streetscooter, gut 5000 sollen es am Jahresende sein. Inzwischen verkauft die Post das beliebte E-Auto auch an Interessenten außerhalb des Konzerns, insbesondere an Gewerbetreibende.

la/dpa

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