Montag, 19. November 2018

Deutsche Post verkauft 200 E-Transporter Britische Milchmänner fahren künftig Streetscooter

Streetscooter der Deutschen Post: Bald auf britischen Straßen

Die Deutsche Post-Tochter Streetscooter verkauft erstmals Elektrotransporter in großem Stil an einen einzelnen Kunden ins Ausland. Die britische Firma Milk & More habe 200 der Elektrofahrzeuge bestellt, teilte die Post am Montag mit.

Britische Milchmänner werden damit künftig mit dem Streetscooter über die Insel kurven. Die zur deutschen Müller-Gruppe gehörende Milk & More beliefere jede Woche über 1,5 Millionen Mal mehr als 500.000 Haushalte in Großbritannien.

Wie die Post mitteilte, steht der Streetscooter damit in der Tradition der englischen Milchmänner, die für ihre Lieferungen seit 1930 elektrische Fahrzeuge einsetzen. Der Milchmann erlebe in den vergangenen Monaten ein unerwartetes Comeback, weil immer mehr Kunden bereit seien, einen Aufpreis für regionale und ökologisch verpackte Lebensmittel zu zahlen.

Die bestellten Fahrzeuge sind vergleichbar mit den hiesigen Paketautos und haben trotz des Linksverkehrs in England das Steuer ebenfalls auf der linken Seite. Dadurch sei der Milchmann sicherer, wenn er auf der Gehwegseite aus- und einsteigt, hieß es.

Die Post ist mit dem Streetscooter zu einem führenden Hersteller von Elektrotransportern aufgestiegen und profitiert dabei auch von der Diesel-Krise. Für die Bonner selbst sind bereits rund 5500 der Fahrzeuge im Einsatz.

Die Post verkauft die für den Lieferverkehr entwickelten Elektrofahrzeuge aber auch außerhalb des Konzerns und registriert dabei nach Aussagen von Konzernchef Frank Appel reges Interesse - auch aus dem Ausland. Eine zweite Streetscooter-Fabrik soll am Mittwoch im nordrhein-westfälischen Düren eröffnet werden, um die steigende Nachfrage zu bedienen.

rei/afp/dpa

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