Freitag, 24. November 2017

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Simple Idee soll Elektroauto-Durchbruch bringen Siemens setzt auf Ladesäulen an Straßenlaternen

Die unzureichende Ladeinfrastruktur gilt als eines der größten Hindernisse für den von Politik, Wirtschaft und Umweltschützern erhofften Durchbruch der Elektromobilität. Das zumal für Innenstadtbewohner, die sich keine eigene Ladesäule am Haus aufbauen lassen können.

Siemens Börsen-Chart zeigen will nun dazu beitragen, dass Straßenlaternen verstärkt mit Steckdosen ausgestattet werden, an die Fahrer ihre Elektroautos einstöpseln können. Der Münchener Technologiekonzern ist deshalb beim Berliner Startup Ubitricity eingestiegen, das diese Idee bereits seit geraumer Zeit verfolgt und zuletzt vor allem in London umsetzt.

"Die Ubitricity-Technologie hat uns überzeugt", sagte Siemens-Elektroauto-Manager Moritz Ingerfeld einer gemeinsamen Mitteilung der Unternehmen zufolge. "Sie nutzt gezielt die Digitalisierung im Energiebereich und erlaubt völlig neue Geschäftsmodelle im Zukunftsmarkt der Energiedienstleistungen für die Elektromobilität."

Zur die Höhe des Investments wollten weder Siemens noch Ubitricity auf Nachfrage von manager-magazin.de Angaben machen. Dabei geht es aber um mehr als das Laternenladen. Zusammen wollen die Unternehmen Produkte und Geschäftsmodelle für Smart Cities, Flottenbetreiber, Parkhäuser und die Immobilienwirtschaft entwickeln.

Telekom setzt auf graue Kabelkästen

Das Ubitricity-System basiert auf einem mobilen Stromzähler mit integriertem Kabel, für den ein eigener Stromvertrag abgeschlossen werden kann. Weil ein Großteil der benötigten Technik bereits in den mobilen Zähler integriert ist, ist der Ladepunkt selber wenig aufwendig und vergleichsweise billig.

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Mit dem Investment steigt Siemens verstärkt ins Rennen um die Infrastruktur der Zukunft für Autos ein. Zuletzt hatten Autokonzerne wie Volkswagen Börsen-Chart zeigen , Daimler Börsen-Chart zeigen und BMW Börsen-Chart zeigen,aber auch Stromversorger wie Eon weitreichende Pläne für Schnellladesäulen entlang wichtiger Verkehrsachsen präsentiert. Auch vermeintlich branchenfremde Unternehmen wie die Deutsche Telekom haben Vorschläge unterbreitet, wie das Nachladen für Autofahrer komfortabler wird.

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