Freitag, 17. August 2018

Abgasskandal Staatsanwaltschaft ermittelt gegen US-Mitarbeiter von Bosch

Bosch im Visier der Jusitz: In Stuttgart laufen bereits drei Verfahren gegen Bosch-Mitarbeiter

Im Zuge des Abgasskandals ermittelt die Stuttgarter Staatsanwaltschaft nun auch gegen Mitarbeiter des Autozulieferers Bosch in den USA. Gegen zwei namentlich bekannte Beschäftigte der Robert Bosch LLC in Farmington Hills im Bundesstaat Michigan sei ein Verfahren wegen des Verdachts der Beihilfe zum Betrug eingeleitet worden, teilte die Behörde am Mittwoch mit.

Den Angaben zufolge geht es um Manipulationen der Emissionskontrolle bei zwei Chrysler-Fahrzeugen. Bei den betroffenen Fahrzeugmodellen handele es sich um den Chrysler Jeep Grand Cherokee mit Drei-Liter-Motor und den Chrysler Dodge Ram 1500. Die Modelle seien bereits Gegenstand von Ermittlungen in den USA gewesen. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft sei zuständig, weil nach jetzigem Kenntnisstand für eine mögliche Beihilfe relevante Tatbeiträge in ihrem Zuständigkeitsbereich geleistet worden seien.

Bosch betonte, man nehme die Vorwürfe sehr ernst. "Bosch unterstützt seit Bekanntwerden der Vorwürfe die laufenden Ermittlungen und kooperiert uneingeschränkt mit den zuständigen Behörden", teilte ein Sprecher mit. Zu Details äußere man sich nicht.

Gegen Bosch-Mitarbeiter laufen in Stuttgart noch drei weitere Verfahren. Dabei geht es um mögliche Manipulation der Abgasnachbehandlung bei Volkswagen Börsen-Chart zeigen, Daimler Börsen-Chart zeigen und Audi Börsen-Chart zeigen.

Die US-Justiz hat Fiat Chrysler wie auch andere Konzerne wegen mutmaßlichen Abgas-Betrugs verklagt. Außerdem läuft in den USA eine Sammelklage gegen den Autoriesen, die sich auch gegen den Zulieferer Bosch richtet.

mg/dpa/rtr

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