Montag, 24. September 2018

Porsche kauft sich bei Supersportwagenhersteller ein Diese kroatische Autoschmiede soll Porsche in Sachen E-Mobilität auf Speed bringen

Von 0 auf 100 in zwei Sekunden: Der kroatische Elektrorenner
rimac

Der Sportwagenhersteller Porsche will mit Hilfe externen Know-Hows im Elektrosegment vorankommen und kauft sich zu diesem Zweck mit 10 Prozent beim kroatischen Supersportwagenhersteller Rimac ein. Das 2011 gegründete Unternehmen entwickelt und produziert Komponenten für die Elektromobilität und stellt selbst elektrische Supersportwagen her. Wieviel Porsche für das Series-B-Investment hinblättert, kommunizierte der Autobauer nicht.

Das von dem kroatischen Tüftler Mate Rimac gegründete Unternehmen hat sich in den wenigen Jahren seiner Existenz in der Branche einen Ruf erarbeitet. Zum einen als Entwickler unter anderem elektrischer Hochleistungsantriebe und Batteriesysteme. Zum anderen als Elektro-Supersportwagenschmiede.

Zuletzt stellte Rimac auf dem Genfer Autosalon im März 2018 seinen zweisitzigen Supersportwagen "C Two" vor - eines der leistungsstärksten E-Mobile der Messe. Der elektrische Renner - bereits das zweite Modell der Kroaten - kommt den Angaben zufolge auf eine Spitzengeschwindigkeit von 412 Stundenkilometern und besitzt eine Reichweite von 650 Kilometern. Über ein Schnelladesystem soll der Akku in einer halben Stunde auf 80 Prozent aufladbar sein. Der Preis: Rund 1,5 Millionen Euro.

Wissen, von dem künftig auch Porsche profitieren will. Mit der Entwicklung seiner Supersportwagen habe Rimac "seine Kompetenz im Bereich Elektromobilität eindrucksvoll bewiesen", erläuterte der stellvertretende Porsche-Vorstandsvorsitzende Lutz Meschke die Entscheidung für das Investment. "Wir halten die Ideen und Ansätze des jungen Unternehmens für sehr vielversprechend und streben deshalb eine enge Zusammenarbeit mit Rimac in Form einer Entwicklungspartnerschaft an." Man stehe bereits in den Startlöchern, erklärte eine Sprecherin manager-magazin.de.

Rimac selbst wiederum erhofft sich von der Kooperation mit Porsche, seine Position als Modul- und Systemlieferant für Autobauer zu stärken. Die Schwerpunkte liegen dabei in den Bereichen Elektrifizierung, Konnektivität und Fahrassistenzsysteme.

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