Samstag, 25. März 2017

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Französischer Autobauer reagiert auf Abgasskandal Renault streicht Diesel-Modellpalette zusammen

Renault Clio: Bald wohl nicht mehr mit Dieselmotor zu haben

Für den Diesel-Antrieb wird es zusehends eng. Knapp ein Jahr nach Beginn des Abgasskandals kündigt Renault, die Investitionen in die Selbstzünder-Technik drastisch herunterzufahren. Zuvor hatten sich bereits Manager von Volkswagen und BMW skeptisch über die Zukunftsfähigkeit von Dieselmotoren geäußert.

Insidern zufolge dürfte Renault Börsen-Chart zeigen bald kaum noch Autos mit Dieselaggregaten herstellen. Bei einer firmeninternen Sitzung im Juli habe der für Wettbewerb zuständige Manager Thierry Bollore ein düsteres Bild für die Aussichten der Technologie nach der VW-Affäre gezeichnet, sagten zwei Teilnehmer der Nachrichtenagentur Reuters.

Bollore habe infrage gestellt, dass Diesel überhaupt eine Zukunft habe, sagte einer von ihnen. "Strengere Standards und Messmethoden würden die Kosten der Technologie so weit erhöhen, dass Diesel aus dem Markt gedrängt werden könnte", fasste er Bollores Überlegungen zusammen.

Der französische Autobauer und der heimische Rivale Peugeot Börsen-Chart zeigen haben viel Geld in die Dieseltechnologie gesteckt. Die meisten der 1,6 Millionen von Renault 2016 in Europa ausgelieferten Autos gehörten in die Fahrzeugsegmente A (wie der Twingo), B (Clio) und C (Megane). Davon hatten mehr als 60 Prozent einen Dieselmotor.

Experte: "Alle machen bei Diesel einen Rückzieher"

Schon vor dem Skandal bei Volkswagen Börsen-Chart zeigen waren diese Antriebe allerdings aus den Wagen des A-Segments verschwunden, weil sich der Pluspunkt des geringeren Verbrauchs beim Verbraucher nicht gegen den höheren Kaufpreis durchsetzen konnte. Den Insidern zufolge geht Renault nun davon aus, dass die anstehenden, strengeren Vorschriften in Europa Diesel auch in der B-Kategorie den Garaus machen werden.

Im Juni hatte VW-Chef Matthias Müller die Frage aufgeworfen, ob sich größere Investitionen in Dieseltechnologie noch lohnen. Auch BMW-Chef Harald Krüger hat sich skeptisch zum Diesel geäußert.

"Alle machen bei Diesel einen Rückzieher, weil es ab 2017-18 immer teurer wird", erklärt der Analyst Pavan Potluri von IHS Automotive.

Er wies darauf hin, dass als parallele Entwicklung die Preise für Elektroautos fallen dürften: "Nach 2025 könnten einige Hersteller komplett aus Diesel aussteigen, da der Preis für Elektro-Fahrzeuge deutlich gefallen sein wird."

nis/rtr

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