Freitag, 14. Dezember 2018

Niedriger Ölpreis beflügelt US-Autoabsatz Audi sprintet, BMW stottert

Audi Q3: neue Bestmarke beim US-Absatz

Es war der absatzstärkste November seit elf Jahren - auch dank der niedrigen Ölpreise: US-Amerikaner kauften vor allem Geländewagen und Pickup-Trucks. Audi und Porsche profitierten, für andere deutsche Hersteller liefen die Geschäfte schlechter.

Detroit/Herndon - Rabatte und die Aussicht auf dauerhaft niedrige Benzinpreise lassen das Autogeschäft in Amerika boomen. Der vergangene Monat war nach Angaben des US-Autobauers General Motors Börsen-Chart zeigen der verkaufsstärkste November seit elf Jahren für die Branche. Die am Dienstag veröffentlichten Absatzzahlen zeigen: Vor allem Spritschleudern wie Geländewagen und Pickup-Trucks erfreuen sich weiter großer Nachfrage. Ein Trend, der deutschen Unternehmen nur begrenzt in die Karten spielt.

So fehlt beispielsweise Europas größtem Autobauer Volkswagen Börsen-Chart zeigen bislang ein Modell der Kategorie "Gas Guzzler", um am US-Markt zu punkten. Dennoch konnten die Verkaufszahlen nach langer Durstrecke den zweiten Monat in Folge gesteigert werden. Im November lieferte VW 31.725 Neuwagen aus und damit gut drei Prozent mehr als vor einem Jahr. Grund war die starke Nachfrage nach einer aufgefrischten Version des VW-Jetta. Der VW-Rivale Toyota Börsen-Chart zeigen baute seinen Absatz ebenfalls um drei Prozent aus.

Audi legt kräftig zu, BMW verliert

Audi konnte indes einen weiteren starken Monat verbuchen: Dank der neuen Modelle A3 und Q3 hat die VW-Tochter schon nach elf Monaten eine neue Bestmarke beim US-Absatz aufgestellt. Im November stiegen die Verkaufszahlen um satte 22 Prozent.

Die Nachfrage nach dem neuen SUV-Modell Macan bescherte Porsche den besten Verkaufsmonat seiner Geschichte: Die Sportwagenschmiede verkaufte in den USA im November 12 Prozent mehr Fahrzeuge als vor einem Jahr.

Zuwächse gab es dank der neuen C-Klasse auch bei Daimler Börsen-Chart zeigen. Die Marke Mercedes-Benz schaffte den besten Verkaufsmonat ihrer US-Geschichte.

Weniger gut lief es bei BMW Börsen-Chart zeigen. Die Münchener mussten den ersten Absatzrückgang in den USA seit Februar verschmerzen.

Niedriger Ölpreis treibt Autoabsatz

Die Verkaufslisten in der weltgrößten Volkswirtschaft dominiert wegen ungebrochen starker Nachfrage nach Ram-Pickup-Trucks und Jeeps weiterhin Chrysler. Das erst jüngst mit dem italienischen Fiat-Konzern zum Branchenriesen FCA verschmolzene Unternehmen verbuchte im November ein 20-prozentiges Verkaufsplus. Die Opel-Mutter General Motors meldete einen Zuwachs um gut sechs Prozent, während der Absatz bei Ford Börsen-Chart zeigen um zwei Prozent absackte.

Insgesamt legten die Autoverkäufe in den USA im November laut einer Analyse der Fachzeitschrift "Automotive News" um fünf Prozent auf 1,3 Millionen zu. Einen besonderen Schub brachte die Kauforgie am "Black Friday", dem ersten Freitag nach dem Nationalfeiertag Thanksgiving. Bei diesem Event locken Anbieter traditionell mit starken Preisnachlässen.

Beflügelt wird das Autogeschäft zudem durch billiges Benzin. Die Ölpreise sind seit Sommer massiv gefallen und viele Experten rechnen mit einem langfristigen Trend.

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ts/dpa-afx

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