Montag, 15. Oktober 2018

Profitabilität der Autokonzerne Ferrari verdient 69.000 Euro pro Auto - Tesla verliert 11.000 Euro

Ferrari 250 GTO: Für Liebhaber unbezahlbar

Große Autos, große Profite - dieser Slogan der Autoindustrie gilt heute nicht mehr unbedingt, wie eine Studie des Duisburger Wirtschaftsprofessors Ferdinand Dudenhöffer zeigt. Als profitabelster Autohersteller erzielte Ferrari zum Beispiel im ersten Halbjahr mit jedem verkauften Auto stolze 69.000 Euro Betriebsgewinn - Jaguar-Landrover dagegen kommt nur auf 800 Euro.

Der Elektroautobauer Tesla Börsen-Chart zeigen und Bentley legen sogar bei jedem Auto kräftig drauf, wie Dudenhöffers am Dienstag veröffentlichte Studie zeigt.

Mercedes, BMW Börsen-Chart zeigen und Audi Börsen-Chart zeigen liegen mit Durchschnittspreisen zwischen 33.000 und 38.000 Euro pro Auto und gut 3000 Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern gut im Rennen. Volvo Börsen-Chart zeigen liegt laut Studie etwas dahinter. Tesla erzielt mit jedem verkauften Elektroauto 11.000 Euro Verlust. Allerdings tätigt Tesla derzeit auch riesige Investitionen in den Aufbau seiner Produktionskapazitäten sowie in den Aufbau seiner Gigafactory - aktuelle Profite pro verkauftem Auto sind in der Autoindustrie nicht das Maß aller Dinge.

Porsche mit fast 17.000 Euro Gewinn pro Auto

Porsche Börsen-Chart zeigen ist dem Papier zufolge doppelt so profitabel wie Mercedes, Audi und BMW und damit "in einer anderen Liga": Pro Fahrzeug erwirtschafte der Zuffenhausener SUV- und Sportwagenbauer 91.000 Euro Umsatz und fast 17.000 Euro Gewinn.

Der durchschnittliche Maserati ist etwas günstiger, bringt aber nicht einmal 5000 Euro Betriebsgewinn. Mit Abstand am besten verdient allerdings Ferrari. Auch dank des Sponsoring-Geschäfts rund um die Formel 1 nehmen die Italiener mit jedem verkauften Ferrari 280.000 Euro ein und machen 69.000 Euro Betriebsgewinn.

Tiefrote Zahlen erwirtschaftet Bentley mit seinen Luxusautos: 165.000 Euro Umsatz und 17.000 Euro Verlust je Fahrzeug errechnete Dudenhöffer. Ein Firmensprecher sagte, Bentley investiere kräftig in die Elektrifizierung. Rolls Royce und Lamborghini legten keine Gewinnzahlen offen.

la/dpa/reuters

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