Sonntag, 11. Dezember 2016

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Neuer Zeuge präsentiert Hedgefonds wollen Porsche-Prozess eine Wende geben

Ex-Porsche-Chef Wiedeking: Die geschädigten Hedgefonds präsentieren einen neuen Zeugen

Kurz vor Ende des Prozesses gegen Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und Holger Härter versuchen die geschädigten Hedgefonds, dem Verfahren in letzter Minute doch noch eine Wende zu geben. Wie der SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe berichtet, präsentierte ein den Hedgefonds nahestehender Anwalt dem Gericht einen neuen Zeugen. Dieser Zeuge sei Manager einer Londoner Investmentfirma. In seiner Aussage geht es um das Zustandekommen der Presseerklärung vom 26. Oktober 2008: In dieser Erklärung hatte Porsche verkündet, man wolle die Beteiligung an VW auf 75 Prozent erhöhen.

Der Zeuge erklärt laut dem SPIEGEL-Bericht, er habe am 26. und 27. Oktober mit Stefan Müller von Merrill Lynch telefoniert. Müller hatte Porsche während der Übernahmeschlacht beraten. Er soll dem Zeugen gesagt haben, Porsche sei frustriert über die jüngste Kursschwäche der VW-Aktie und habe deshalb die Presseerklärung aufgesetzt. Dies könnte die These der Staatsanwaltschaft stützen, dass Porsche mit seiner Mitteilung den Aktienmarkt bewusst manipuliert habe, um den Kurs der VW-Aktie in die Höhe zu treiben. Ein Sprecher der Anwälte Wiedekings wollte dazu keinen Kommentar abgeben, berichtet der SPIEGEL.

Porsche-Prozess: Wiedeking, Härter, Porsche und die Maple Bank

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