Dienstag, 25. April 2017

Alle Artikel und Hintergründe

Franzosen steigern Autoabsatz Peugeots Geschäft im Iran floriert

Peugeot hat im vergangenen Jahr seinen Autoabsatz deutlich gesteigert - auch dank guter Verkäufe im Iran. Hier macht sich jetzt offenbar der schnelle Wiedereinstieg der Franzosen nach Aufhebung der Sanktionen bezahlt.

Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroen hat im abgelaufenen Jahr seinen weltweiten Absatz um knapp 6 Prozent auf 3,146 Millionen Fahrzeuge, teilte der zweitgrößte europäische Hersteller nach Volkswagen mit. Das ist der höchste Absatz seit 2010.

In der Region Nahost/Afrika, zu der der Iran gehört, stiegen die Verkäufe um rund 113 Prozent auf 383.500 Autos. In Europa gab es einen Anstieg von 3,56 Prozent auf 1,93 Millionen Einheiten. In Südostasien/China hingegen wurden mit 618.000 Autos 16 Prozent weniger als 2015 verkauft.

Für Peugeot ist der Markt im Iran von großer Bedeutung. Mit Inkrafttreten der Sanktionen und dem Stopp der Verkäufe im Iran verlor der Autobauer 2012 fast 10 Prozent seiner weltweiten Auslieferungen. Die wegen des iranischen Atomprogramms verhängten Sanktionen waren im Januar vergangenen Jahres weitgehend wieder aufgehoben worden.

Mit der Aufhebung der Sanktionen vereinbarten der französische Autohersteller und der größte iranische Autobauer Iran-Khodro (IKCO), gemeinsam Autos im Iran zu produzieren. Parallel erklärte sich Peugeot bereit, direkt an den iranischen Joint-Venture-Partner mehr als 400 Millionen Euro Schadenersatz für die Zeit der Wirtschaftssanktionen zu zahlen.

Warum der Iran für deutsche Autobauer nur ein Mini-Bazar wird Wie Peugeot VW überholen will

rei

Nachrichtenticker

© manager magazin 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH