Sonntag, 24. Juli 2016

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IAA-Auftakt: Das war die Partynacht Audi startet Angriff auf Tesla, Daimler grenzt sich von Google ab

Volkswagen und Daimler starten die Internationale Automobil-Ausstellung IAA mit einer pompösen Partynacht. Doch wie viel Grund zum Feiern hat die deutsche Autoindustrie bei all dem Druck durch Apple, Google, Tesla und Co.? manager-magazin.de berichtet live aus Frankfurt.

Auf den Messeständen der IAA laufen die letzten Vorbereitungen - bei Volkswagen und Daimler heißt es aber jetzt erstmal: Die Partynacht beginnt

On the Move: Volkswagen ...

... fährt vor der Fraport Arena groß auf

Andrang bei der Mercedes-Benz Media Night

Quietschgelber Smart: Im Foyer der Mercedes-Benz Media Night

In der Fraport-Arena steigt die Spannung: Martin Winterkorn und seine Männer müssen zeigen, wie sie bei den wichtigsten Technik-Trends der Zukunft mithalten

Daimler-CEO Dieter Zetsche: Nichts weniger als die Zukunft des Automobils will uns Daimler heute nahebringen

Nach nur zwei Minuten Rede lässt Zetsche die Katze aus dem Sack: Heute soll es um die Digitalisierung gehen - der Wirtschaft, aber vor allem der Automobilwirtschaft

Seat-Chef Stackmann präsentiert den neuen Seat Leon Cross Sport

Hybrid-Offensive bei Daimler: Zetsche präsentiert vier Plugin-Hybridmodelle mit Elektromotor

Der schnellste SUV der Welt: Volkswagen zeigt den Bentley Bentayga

Wer viel neues Blech erwartet, hat bei Daimlers Vorabend diesmal wenig zu schauen. Zetsche geht das Thema Digitalisierung ziemlich grundsätzlich an.

Ego auf der VW-Bühne: Zwei Lamborghini Huracan LP 610-4 Spyder entern das Parkett

Auf der Daimler-Bühne wird's derweil schon fast surreal: leuchtende Kugeln mit Mini-Propellern rundum schweben drohnenartig über die Bühne

Konzeptauto bei der Volkswagen-Show: Der Bugatti Vision Gran Turismo

Intelligent Aerodynamic Automobile: Das Mercedes-Benz Concept "IAA"

Ein Klassiker in neuer Auflage: Der neue Volkswagen- Transporter T6

Ein echtes IAA-Highlight: Der Audi e-tron Quattro Concept

Bühne frei für Herbert Diess - der Volkswagen-Markenvorstand hat seinen ersten großen Auftritt für die Wolfsburger: "Ich bin mit offenen Armen empfangen worden"

Konzeptauto: Der neue Porsche Mission E

Die großen Shows sind jetzt vorbei: Nun wollen sich alle die Autos aus der Nähe ansehen

Großes Gedränge: Der Bentley Bentayga

Umringt: Daimler-CEO Dieter Zetsche

Audi-Chefentwickler Ulrich Hackenberg über den e-tron Quattro Concept: "Wenn ich das sage, kommt der Wagen auch!"

22:55 Uhr: Wir schließen den Abend mit einem Zitat von Martin Winterkorn, Sieger im Duell mit seinem ehemaligen Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch und Herrscher über die zwölf Volkswagen-Marken: "Noch nie habe ich an so vielen herausfordernden Zukunftsthemen gleichzeitig gearbeitet wie heute", sagte er eben. Elektroautos, selbstlenkende Fahrzeuge - das alles treibt ihn, aber auch die anderen Aussteller auf der IAA um. Ab morgen schauen wir uns das alles auf der Messe für Sie an - bis dahin einen schönen Abend!

22.50 Uhr: Der Marktstart es Audi e-tron Quattro Concept ist für 2018 geplant, dann wohl unter der Bezeichnung Q6. Führt Hackenberg (65) den Wagen persönlich ein? Auch hier ein Ja, aber ein vorsichtiges: "Das könnte gerade noch hinkommen". Dann hätte Hackenberg die Mission voll erfüllt, mit der ihn VW-Chef Martin Winterkorn betraut hatte, als er ihn zurück zu Audi berief. Hackenberg sollte die Werbeclaim vom Vorsprung durch Technik wieder mit Leben füllen. An diesem Abend sieht es so aus, als könnte dies gelingen.

22.40 Uhr: Am neuen Audi e-tron Quattro hat uns Audi-Chefentwickler Ulrich Hackenberg gerade das Rezept für die 500-Kilometer-Reichweite für den Wagen erklärt. Der entscheidende Punkt: Die Batterie ist so groß wie bei keinem Auto, das bisher gebaut wurde: 95 Kilowattstunden. Zum Vergleich: Das Tesla Model X kommt auf 90 Kilowattstunden. Dazu liegt der Audi extrem tief und ist niedrig, das senkt den Luftwiderstand. Und schon gilt die gar nicht so alte Volkswagen-Maxime nicht mehr, nach der Elektroautos nicht weiter als 150 Kilometer weit fahren können. Und, Herr Hackenberg, kommt der Wagen dieses Mal wirklich auf die Straße? In den vergangenen Jahren hatte Audi manches Elektroprojekt sang- und klanglos wieder eingestampft. Klare Antwort von Ulrich Hackenberg: "Ja, wenn ich das sage, kommt der Wagen auch!"

Audi-Chefentwickler Ulrich Hackenberg über den e-tron Quattro Concept: "Wenn ich das sage, kommt der Wagen auch!"
22.30 Uhr: In der Frankfurter Festhalle bei Daimler wird es merklich leerer. Die Top-Manager haben sich von der großen Bühne zurückgezogen, Anzugträger fachsimpeln in kleinen Gruppen. Es war eine ungewohnte Show, die Daimler diesmal aufgeboten hat: Statt neuer Autos oder Technologien stand diesmal der doch eher abstrakte Begriff Digitalisierung im Rampenlicht. Noch gibt Daimler keine allzu konkreten Antworten auf Fragen nach neuen Produkten oder Geschäftsmodellen. Doch immerhin haben die Stuttgarter den Mut bewiesen, eins der schwierigsten Themen der Branche ein wenig auszuleuchten. Bei Daimlers Weg in die digitale Zukunft zeichnen sich auch die ersten Abgrenzungen zu Google oder Apple ab: Etwa bei der Verwendung von Fahr- und Kundendaten, die Daimler wohl viel restriktiver handhaben will als die IT-Konzerne aus dem Silicon Valley. Wie andere Autokonzerne mit der Digitalisierung zurechtkommen, wollen wir in den kommenden zwei Tagen herausfinden. Für heute wünschen wir noch einen angenehmen Restabend.

Umringt: Daimler-CEO Dieter Zetsche

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