Montag, 16. Juli 2018

Kraftfahrtbundesamt KBA ermittelt - bis zu 60.000 Fahrzeuge betroffen Auch Opel unter Verdacht der Abgasmanipulation

Opel Zafira: Bei der Diesel-Variante sind laut KBA Hinweise gefunden worden, die auf Abgas-Manipulation hindeuten

Im Diesel-Skandal setzen einem Zeitungsbericht zufolge die Behörden nun Opel unter Zugzwang. Laut "Bild am Sonntag" hat das Kraftfahrtbundesamt (KBA) in den vergangenen Monaten belastbare Hinweise gefunden, wonach der Autohersteller bei bestimmten Fahrzeugen die Abgasnachbehandlung aus technisch nicht erklärbaren Gründen während der Fahrt komplett abschaltet.

Opel sei in der vergangenen Woche über den Manipulationsverdacht informiert worden und habe nun zwei Wochen Zeit, um die geforderte Stellungnahme vorzulegen.

Dem Autobauer liegt nach eigener Auskunft kein Bescheid des KBA vor. "Offene Verfahren, die vor mehr als zwei Jahren begonnen haben, können wir nicht kommentieren", ergänzte ein Opel-Sprecher.

Dem Pressebericht zufolge sollen die verdächtigen Fahrzeuge die Grenzwerte für Stickoxide um mehr als das Zehnfache überschritten haben.

Betroffen seien weltweit 60.000 Dieselfahrzeuge der Modelle Cascada, Insignia und Zafira mit der Abgasnorm 6, davon 10.000 Autos aus Deutschland. Die aktuelle Produktion sei allerdings nicht betroffen, berichtete das Blatt in einem Vorabbericht unter Berufung auf Unternehmenskreise.

la/reuters

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