Freitag, 28. Juli 2017

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Neuer Treibstoff soll Verbrennungsmotor retten Norweger bauen gigantische Fabrik für Wunder-Diesel

Power-to-Liquids: So entsteht der wundersame Ölersatz
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Sunfire

Für die Zukunft von Diesel- und Benzinmotoren sieht es derzeit eigentlich nicht gut aus. Angesichts von Abgasskandal, Klimawandel und fortschreitendem Trend zum Elektroauto wetten manche Fachleute bereits auf den Abgesang der traditionsreichen Verbrennungsmotoren. Zuletzt verkündete Volvo den langfristigen Ausstieg aus der Technik.

Doch ausgerechnet im Elektroauto-Dorado Norwegen schicken sich jetzt Investoren an, den Trend zu brechen. Das Unternehmen Nordic Blue Crude plant zehn gigantische Fabriken, die eine Art sauberen Wunder-Diesel für Hunderttausende Autos aus Kohlendioxid, Wasserstoff und elektrischem Strom aus Wasserkraft produzieren soll.

"Wir haben schon mit der Konstruktionsplanung begonnen", erklärte Nordic-Blue-Chef Gunnar Holen gegenüber manager-magazin.de. Zunächst will das Unternehmen 70 bis 80 Millionen Euro in eine Fertigungsstätte im südnorwegischen Porsgrunn stecken. Zentraler Partner ist die sächsische Firma Sunfire, die eine kleine derartige Produktion bereits in Dresden betreibt.

Die Technik ist potenziell geeignet, die Autoindustrie von mehreren ihrer drängendsten Probleme gleichzeitig zu befreien. Der Treibstoff kann nahezu klimaneutral hergestellt werden und bei seiner Verbrennung entstehen weniger Abgase. Er ist zudem unbegrenzt verfügbar.

Eine Fertigung im großen Stil ist geeignet, die bisher hohen Produktionskosten drastisch zu senken. Aus diesem Grund setzen Unternehmen wie Audi Börsen-Chart zeigen, die Lufthansa Börsen-Chart zeigen, aber auch der Mineralölkonzern Total Börsen-Chart zeigen auf die Entwicklung derartiger Kraftstoffe.

Die Technik ist prinzipiell nicht völlig neu, doch die einzelnen Verfahrensschritte wurden in den vergangenen Jahren verbessert:

  • Per Elektrolyse wird Wasser zunächst in Sauerstoff und Wasserstoff getrennt. Dabei setzt Sunfire auf ein Verfahren mit heißem Wasserdampf, der im Prozess zurückgewonnen wird. Das verbessert die Energiebilanz.

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