Sonntag, 29. Mai 2016

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Milliardenkredite EU-Betrugsbekämpfer attackieren Volkswagen

Nicht so sauber wie gedacht: Techniker mit VW-Dieselmotor

Die EU-Antibetrugsbehörde Olaf hat Volkswagen wegen der Abgas-Affäre vor finanziellen Konsequenzen gewarnt. Der Autobauer habe von der Europäischen Investitionsbank EIB günstige Kredite erhalten, um umweltfreundliche Motoren zu entwickeln sagte Olaf-Chef Giovanni Kessler in einem Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

"Das hat das Unternehmen aber vielleicht gar nicht gemacht, und dann wäre das Betrug." Im schlimmsten anzunehmenden Fall müsste Volkswagen die noch ausstehenden Kredite sofort zurückzahlen. Sollten sich die Vorwürfe erhärten, würde VW Kessler zufolge von der EIB auch keine neuen Kredite mehr bekommen. "Bis das Ergebnis unserer Untersuchung vorliegt, wird es einige Monate dauern", sagte er.

Die EIB hatte bereits im Oktober erklärt, sie prüfe wegen des Abgas-Skandals eine Rückforderung von noch nicht zurückgezahlten Krediten von 1,8 Milliarden Euro. Die EIB hat Volkswagen nach eigenen Angaben seit 1990 rund 4,6 Milliarden Euro an günstigen Krediten gewährt, mit denen unter anderem die Entwicklung sauberer Motoren vorangetrieben werden sollte.

cr/rtr

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