Montag, 26. Juni 2017

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Abfertigung à la Volkswagen An diesem Flughafen sind Piëch und Winterkorn abgestürzt

Flughafen Braunschweig: Airport des Grauens für Winterkorn und Piëch
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3. Teil: Huber macht Druck in dem unscheinbaren Verwaltungsbau, Winterkorn wird still

Details zu den Präsidiumssitzungen will Volkswagen nicht kommentieren. Auch von außen ist sofort erkennbar, dass der Flughafen für Volkswagen beständig an Bedeutung gewinnt. Schuttcontainer und Dämmplatten stehen auf dem Gelände rund um den Hangar herum. An die futuristische Flugzeug-Garage wird gerade ein zweites Verwaltungsgebäude angebaut, neben dem ersten, wo bislang die Sitzungen des Präsidiums stattfinden konnten.

Dort hat Martin Winterkorn in der vergangenen Woche etwa anderthalb Stunden mit einem Vortrag um sein Überleben als Volkswagen-Chef gekämpft. Doch es hat nicht gereicht.

"Ich bin das jetzt leid, es muss jemand die Verantwortung übernehmen", hat Aufsichtsratschef Berthold Huber laut "Spiegel" schließlich Winterkorns Ende eingeleitet. Der sei dann still geworden. "Ich werde Sie am Freitag nicht vorschlagen und sie auch nicht wählen", exekutierte Huber, die anderen Präsidiumsmitglieder schlossen sich ihm an. Das Ende - für Winterkorn.

Am Flughafen Braunschweig, in dem klobigen Hauptgebäude, war es an den nächsten Tagen so voll wie immer. Da drängelten sie sich wieder in Sichtweite des De-Luxe-Hangars für ihre Top-Kräfte, die Volkswagen-Mittel-Manager und -Techniker auf ihren Missionen: nach Ingolstadt, Posen oder Prag. Und auch nach Amerika, wo Winterkorns Schicksal seinen Anfang nahm.

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