Mittwoch, 25. Mai 2016

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Elektroautos Tesla und der japanische Elektroschock

Tesla Model S: Die mutigsten Prognosen wagt wie üblich Elon Musk - doch er hat ein starkes japanisches Netzwerk

Immer wieder Tesla! Erst will Konzernchef Elon Musk in Deutschland rund 50 Schnellladestationen für sein Nobelmodell Tesla S aufstellen. Jetzt will er rund zwei Milliarden Dollar in eine gigantische Batteriefabrik investieren. Das alles ist nur möglich dank seiner Partner: Die kommen aus Japan - und drehen aktuell massiv auf.

Geht es also endlich los? Hebt die Elektromobilität ab? Zunächst einmal spricht außer Teslas Erfolg mit seinem Luxus-Modell S wenig dafür. Zu schwach sind die Absatzzahlen zum Beispiel in Deutschland, zu gering ist die Nachfrage nach Opel Ampera oder dem Elektro-Smart.

Selbst Ökovorreiter Toyota Börsen-Chart zeigen hatte die Branche zuletzt verunsichert. Die Japaner bauen ihr Hybrid-Modell Prius künftig anders als geplant doch nicht in den USA. Die Nachfrage nach dem teilelektrischen Bestseller reichte nicht; die steckdosentaugliche Plugin-Variante geriet zur Verkaufsenttäuschung.

Ein böses Omen? Verfallen jetzt auch die Ökovorreiter von Toyota der allgemeinen Elektro-Depression?

Die Prius-Botschaft täuscht. Toyota verfällt keineswegs der allgemeinen Elektro-Depression. Im Gegenteil: Im Verbund mit Konkurrenten wie Nissan Börsen-Chart zeigen und Mitsubishi Börsen-Chart zeigen sowie großen fernöstlichen Zulieferern beschleunigten die Japaner ihren Ökoangriff sogar, prophezeit Wolfgang Bernhart, auf die Autoindustrie spezialisierter Partner der Strategieberatung Roland Berger.

"Die japanischen Autokonzerne haben den Vorteil, dass sie von der Zellenfertigung bis zu den Elektromotoren die komplette Wertschöpfungskette um sich herum konzentriert haben. Das ist ein ähnliches Automobilcluster, wie in Deutschland mit Bosch, Continental Börsen-Chart zeigen oder ZF Friedrichshafen bei der Herstellung von Verbrennungsmotoren." Und diesen Vorteil, erläutert Bernhart, spielten die Japaner immer stärker aus.

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