Donnerstag, 21. Februar 2019

iCar BMW und Daimler geben Apple einen Korb

Apple: Bei der Auto-Elektronik ist der iPhone Konzern schon vertreten. Doch der Einstieg in den Automarkt mit einem eigenen iCar dürfte nicht leicht fallen

Computer, Handys, Musikgeschäft - Apple hat so manches Produkt revolutioniert. Und Gewohnheiten von Konsumenten verändert. Da wundert es nicht, dass viele Menschen einem der innovativsten Konzerne der Welt auch den Bau eines gänzlich neuen Autos zutrauen. Elektrisch, selbstfahrend, total vernetzt, in bester Apple-Premiumqualität und als Massenprodukt selbstverständlich.

So einfach gestaltet sich die Disruption im Autobau aber offenbar nicht. Das muss jetzt selbst ein Elon Musk erfahren, dessen neues Model X dem Tesla-Chef derzeit mehr Probleme bereitet als ihm lieb sein kann . Ein Auto ist ein extrem komplexes Produkt, auch deshalb hat Tesla viele Ingenieure von anderen Wettbewerbern abwerben müssen, wie Branchenexperte Klaus Stricker von Bain unterstreicht. Und Apple fehle diese Expertise halt noch.

Vielleicht ist dies auch der Grund, warum deutsche Autobosse bislang vergleichsweise gelassen auf die vermeintliche Gefahr aus dem Silicon Valley für ihr Geschäft reagieren. Dass Daimler und BMW dem Technologiekonzern gleichwohl nicht als Steigbügelhalter für ein gänzlich neues Auto dienen wollen, liegt auf der Hand.

Jedenfalls scheint Apple jetzt endgültig mit seinem Versucht gescheitert zu sein, BMW und Daimler als Partner für den Bau eines neuen Autos zu gewinnen. Nach BWW-Chef Harald Krüger hätte nun auch Daimler-Lenker Dieter Zetsche die Verhandlungen mit Apple über eine gemeines Auto beendet, berichtet das "Handelsblatt" am Donnerstag.

Apple suche nun nach neuen Partnern für den Bau seines iCar - unter Zulieferern und Spezialisten im Umfeld der Auto- und Softwarekonzerne. Zuletzt kursierten Gerüchte, dass der Computerkonzern dafür bereits ein Team zusammengestellt habe, das mitten in Berlin die Entwicklung des Apple-Autos und seine Markteinführung in Deutschland vorantreiben solle.

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