Samstag, 25. Juni 2016

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Brautschau für selbstfahrende Autos Google will noch 2016 Partner in Autobranche finden

Sensor auf einem Roboterauto von Google: Der IT-Riese scannt die Autobranche auf mögliche Partner für seine Roboterauto-Entwicklungsabteilung

Google macht den Autoherstellern schöne Augen: Seit Monaten sucht der Internet-Konzern nach Partnern aus der Autobranche für die Entwicklung selbstfahrender Autos. Nun soll es schnell gehen. Noch in diesem Jahr will Google Allianzen mit Autoherstellern schließen.

In den Worten von John Krafcik, dem neu ernannten Chef der Google-Sparte für autonomes Fahren, klingt das so: "Wir hoffen, dass wir mit vielen von Euch zusammenarbeiten können", sagte der ehemalige Hyundai-Manager auf der Automesse Detroit bei einem Auftritt vor Automanagern. "Das schafft keiner alleine", fügte er hinzu. Google setze bei der Entwicklung selbstfahrender Autos "mehr und mehr und mehr" auf Partnerschaften. Noch in diesem Jahr hofft Krafcik, mehr Allianzen schmieden zu können.

Doch dem IT-Konzern fällt es schwer, große Autohersteller als offizielle Partner für seine selbstfahrenden Autos zu gewinnen. Kurz vor der Automesse in Detroit gab es Gerüchte, dass Ford auf dem Branchentreffen eine Zusammenarbeit mit Google verkünden wolle. Das ist nicht passiert. Der US-Autohersteller erklärte auf der Messe zwar, dass er die Entwicklung von selbstfahrenden Autos beschleunigen und größere Testflotten aufbauen werde. Dabei seien weitere Partnerschaften in Arbeit, erklärte Ford-Chef Mark Fields. Den Firmennamen Google wollte Fields dabei aber nicht nennen.

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Gerade große Autohersteller müssen befürchten, dass sie bei einer solchen Partnerschaft schlecht aussteigen - zumal sie alle selbst an der Technologie für autonomes Fahren arbeiten. Google hat mehrfach erklärt, dass der Konzern nicht selbst Autos herstellen will. Die Fertigung samt Einbau der Sensoren sollen Partner in der Autoindustrie übernehmen. Google bringt seine Expertise bei der Software und den Kartendaten ein. Doch genau das könnte einen mit Google kooperierenden Autobauer zu bloßen Technologie- und Karosserielieferanten degradieren - den Google auch relativ schnell austauschen könnte.

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