Mittwoch, 13. Dezember 2017

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GM erhöht Prognose GM-Chefin verspricht mehr Gewinn und kontert Trump

GM werde auch in Zukunft eine "aktive Stimme" haben, sollte sich in den USA die Handelspolitik ändern oder weiterentwickeln, sagt Konzernchefin Mary Barra

Der größte US-Autohersteller General Motors (GM) rechnet im laufenden Jahr mit mehr Gewinn. Unter dem Strich dürften 2017 zwischen 6,00 und 6,50 US-Dollar je Aktie hängenbleiben, kündigte Konzernchefin Mary Barra in einer am Dienstagabend verbreiteten Mitteilung an.

Für das abgelaufene Jahr rechnet GM mit 5,50 bis 6,00 Dollar. Weltweit dürften die Umsätze steigen und in den USA sowie China sollte der Gewinn wachsen, hieß es weiter. Zudem soll eine weitere Milliarde Dollar an Kosten eingespart werden.

Anleger zeigten sich begeistert, in einer ersten Reaktion stieg der Aktienkurs des Autoherstellers um fast sechs Prozent. Analysten hatten bisher mit einem Gewinn von 5,73 Dollar je Anteilschein gerechnet.

Mit Blick auf Drohungen des kommenden US-Präsidenten Donald Trump kündigte Barra zugleich an, dass GM an seiner Produktion in Mexiko festhalten werde. "Unsere Strategie ist es immer gewesen, dort zu produzieren, wo wir verkaufen, und das hat sich noch nicht geändert." GM unterhält mehrere Anlagen in Mexiko, darunter drei Fertigungswerke in Silao, San Luis Potosí und Ramos Arizpe.

GM lässt sich von Trump nicht unter Druck setzen

Barra gab bekannt, dass in Mexiko auch die neue Version des SUV GMC Terrain produziert werden solle. "Diese Entscheidungen wurden vor zwei, drei und vier Jahren getroffen" und beinhalteten "große Investitionen", sagte Barra weiter. General Motors werde darüber hinaus eine "aktive Stimme" haben, wenn sich die Handelspolitik ändere oder weiterentwickle, mahnte Barra mit Blick auf Trump.

Trump tritt am 20. Januar sein Amt als US-Präsident an. Er hatte schon in seinem Wahlkampf wiederholt massiven Druck auf US-Unternehmen angekündigt, die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern. Ford stoppte nach Drohungen mit Einfuhrzöllen Anfang des Jahres Pläne zum Bau einer neuen Fabrik in Mexiko. Fiat Chrysler kündigte die Schaffung von 2000 Arbeitsplätzen in den USA an.

rei/dpa/afp

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