Freitag, 9. Dezember 2016

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Kostensenkungen zeigen Wirkung Ford fährt in Europa wieder Gewinn ein

Ford F-150 Raptor: Niedrige Spritpreise treiben die Nachfrage nach größeren Geländewagen und Pick-up-Trucks
Tom Grünweg
Ford F-150 Raptor: Niedrige Spritpreise treiben die Nachfrage nach größeren Geländewagen und Pick-up-Trucks

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Ford hat zum Jahresende 2015 deutlich besser verdient als erwartet - auch in Europa schrieb der US-Autobauer wieder schwarze Zahlen. Im vierten Quartal kletterte der Überschuss auf 1,9 Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro), wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum war wegen hoher Sonderkosten noch ein Verlust von 2,5 Milliarden Dollar angefallen.

Der Umsatz legte im Schlussquartal um zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 40,3 Milliarden Dollar zu. Ford profitierte vor allem vom boomenden Absatz im US-Heimatmarkt, wo die niedrigen Spritpreise die Verkäufe von schweren Fahrzeugen wie dem Pickup-Truck F-150 befeuern. Aktien von Ford Börsen-Chart zeigen legten in New York vorbörslich um 1,3 Prozent zu auf 12 Dollar.

Auch im schwierigen Europa-Geschäft machte das Unternehmen zuletzt Fortschritte und schaffte einen Gewinn von 131 Millionen Dollar vor Steuern. Im Vorjahreszeitraum hatte hier noch ein Minus von 297 Millionen Dollar zu Buche geschlagen.

Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte Ford den Überschuss von 1,2 auf 7,4 Milliarden Dollar. Der Umsatz wuchs um 5,5 Milliarden auf 149,6 Milliarden Dollar. "Wir hatten für 2015 einen Durchbruch angekündigt - und wir haben geliefert", meinte Ford-Chef Mark Fields.

Ford hatte zuletzt angekündigt, 4,5 Milliarden Dollar in Elektromobilität investieren zu wollen. Der Konzern will damit 13 neue Modelle mit Elektro- und Hybridantrieb. Die Offensive kommt allerdings zu einem Zeitpunkt, zu dem E-Autos in den USA mit Absatzschwierigkeiten kämpfen. Der günstige Sprit wirkt sich hier nachteilig aus.

Eine Zusammenarbeit mit dem IT-Riesen Google bei dessen selbstfahrendem Auto, über die Medien Ende 2015 spekulierten, hat der Konzern bislang nicht bekannt gegeben. Eigentlich sollte sie im Januar verkündet werden.


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ts/Reuters

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