Dienstag, 11. Dezember 2018

Pick-up F-150 als Hybrid Ford steckt 11 Milliarden Dollar in E-Autos

Umdenken: Auch PS-Monster wie den F-150 will Ford künftig als Hybridfahrzeug anbieten

Der zweitgrößte US-Autobauer Ford Börsen-Chart zeigen will sein Engagement bei Elektroautos massiv erhöhen. Der Konzern werde bis 2022 über elf Milliarden Dollar (9,0 Milliarden Euro) in batteriebetriebene und Hybrid-Fahrzeuge investieren, kündigte Ford-Manager Jim Farley bei der Detroiter Automesse an.

Bislang hatte das Unternehmen 4,5 Milliarden Dollar bis 2020 hierfür aufwenden wollen. Noch ist der Anteil von E-Autos in den USA und den meisten anderen großen Märkten verschwindend gering. Doch aufgeschreckt vom Hype um Tesla Börsen-Chart zeigen forcieren die großen Autokonzerne ihre Bemühungen inzwischen deutlich.

Ford bietet mit dem Focus bislang erst ein US-Modell als E-Version an. Diese Palette solle deutlich erweitert werden.

Ab dem kommenden Jahrzehnt will Ford auch seinen Verkaufsschlager, den Pick-up-Truck F-150, als Hybrid-Version auf den Markt bringen. Rivale General Motors will bis 2023 mindestens 20 Modelle als E-Auto anbieten.

Die Ankündigung mit der Investition in Elektroautos kommt kurz nach neuen Vorwürfen zu Abgasmanipulationen an Dieselmotoren von Trucks der F-Serie. Erst vergangene Woche hat eine Anwaltskanzlei Klage diesbezüglich eingereicht. US-Kunden beschuldigen das Unternehmen, mit illegaler Software bei mindestens 500.000 Diesel-Trucks die Messwerte des Schadstoffs Stickoxid gefälscht zu haben.

la/mg/dpa

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