Samstag, 10. Dezember 2016

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Angeschlagener Autobauer Fiat will Modellpalette mit Milliarden frisieren

Fiat 500 L: Der bullige Kleinwagen soll auch als SUV auf den Markt kommen

Der angeschlagene Autobauer Fiat will einem Medienbericht zufolge Milliarden in seine Modellpalette stecken: Fiat 500 und Co. sollen ein Fünkchen Oberklasse versprühen. Andere Modelle dürften vor dem Aus stehen. 

Turin - Der angeschlagene Autobauer Fiat nimmt Kreisen zufolge neun Milliarden Euro in die Hand, um seine veraltete Modellpalette in Europa aufzupeppen und in Richtung Oberklasse zu drücken. Dabei will der Konzern seine Nobel-Marken Maserati und Alfa Romeo stärken und den Fiat 500 mit neuen Ablegern noch mehr zum Kern seiner Fiat-Marke machen. Damit dürfte auch der Fiat Punto abgelöst werden, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider.

Fiat Börsen-Chart zeigen steht in Europas Absatzflaute mächtig unter Druck. Die Italiener haben in den letzten Jahren kaum neue Modelle auf den Markt gebracht und verlieren mehr und mehr Marktanteile an die Konkurrenz. Das sorgt für Leerlauf speziell in den italienischen Fabriken und hat das Europageschäft tief in die roten Zahlen gerissen.

Außerdem stockt das lange angekündigte Comeback der Sportwagenmarke Alfa Romeo und es hakt bei der wichtigen Komplettübernahme der US-Tochter Chrysler. Die hält den Konzern dank der guten Geschäfte in Nordamerika derzeit noch über Wasser.

Mit neuen Modellen aus Europas Fiat-Werken setzt Konzernchef Sergio Marchionne nun auf eine anziehende Nachfrage auf dem Heimatkontinent. Außerdem soll das Mittelklassemodell Giulia von Alfa-Romeo, das laut Bloomberg 2016 auf den Markt kommen soll, vor allem in den Export gehen.

Um die Modellpalette hochwertiger zu gestalten, sollen im nächsten Jahr SUV-Modelle des Fiat 500 und der Tochtermarke Jeep auf den Markt kommen. Vor allem die kompakten Varianten solcher städtischen Geländewagen verkaufen sich derzeit blendend.

ts/dpa-afx

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