Sonntag, 23. Juli 2017

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Anteilsverkauf Ferdinand Piëch will bei VW aussteigen

Ferdinand Piëch: Der VW-Patriarch und Großaktionär verhandelt über den Verkauf seiner Anteile

Der Großaktionär und Patriarch Ferdinand Piëch plant den Verkauf seiner Anteile am VW-Konzern - er verhandelt bereits mit den Eigentümerfamilien. Die Aktien des 79-Jährigen sind gut eine Milliarde Euro wert.

Im VW-Konzern bahnt sich eine historische Zäsur an: Firmenpatriarch Ferdinand Piëch verhandelt über den Verkauf seiner Anteile. Die Verhandlungen, die am Freitag der SPIEGEL publik gemacht hatte, wurden inzwischen von der Porsche SE Börsen-Chart zeigen bestätigt. Schon im Oktober 2016 hatte manager magazin über die Pläne Piëchs in diese Richtung berichtet (für Abonnenten komplett abrufbar).

Piëch hält 14,7 Prozent der Stammaktien an der Porsche SE, die wiederum über 52 Prozent der Stimmrechte am Volkswagen-Konzern verfügt. Mitglieder der Eigentümerfamilien Porsche und Piëch waren auf Distanz zu Ferdinand Piëch gegangen.

Der ehemalige VW-Aufsichtsratsvorsitzende hatte zuvor bei der Staatsanwaltschaft ausgesagt, er habe das Präsidium des VW-Aufsichtsrats auf Probleme in den USA hingewiesen, bevor der Dieselskandal aufgedeckt wurde. In den Familien wurde diskutiert, ob Ferdinand Piëch seinen Aufsichtsratsposten bei der Porsche SE behalten soll.

Derzeit verhandeln die Familien, die über ein Vorkaufsrecht verfügen, mit Piëch über die Übernahme seiner Aktien, die gut eine Milliarde Euro wert sind. Die Familien Porsche und Piëch haben großes Interesse an der Übernahme. Sie wollen verhindern, dass ein familienfremder Investor über Stammaktien und damit über Stimmrechte verfügt. Von Ferdinand Piëch war dazu keine Stellungnahme zu erhalten.

 

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