Dienstag, 12. Dezember 2017

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Trumps Drohungen wirken Fiat Chrysler verspricht 2000 neue Jobs in den USA

Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne streitet ab, dass die Investition etwas mit Donald Trump zu tun hat

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Der Autokonzern Fiat Chrysler will in großem Stil in die US-Traditionsmarke Jeep investieren und so bis 2020 rund 2000 Jobs in den Vereinigten Staaten schaffen. Das italienisch-amerikanische Unternehmen kündigte am Sonntag (Ortszeit) an, eine Milliarde Dollar (950 Millionen Euro) in zwei Werke in den US-Bundesstaaten Michigan und Ohio zu stecken.

Fiat Chrysler Börsen-Chart zeigen erklärte am Vorabend der wichtigsten US-Automesse in Detroit, man wolle mit der Investitions-Offensive unter anderem den Jeep Wagoneer wiederbeleben - einen Klassiker, dessen Produktion 1991 eingestellt worden war. Der Ausbau der Fabriken in Warren, (Michigan) und Toledo (Ohio) soll die Produktion zweier neuer SUV und bislang in Mexiko gefertigter Pick-up-Trucks der Marke Ram ermöglichen.

Die Entscheidung folgt auf eine aggressive Kampagne des künftigen US-Präsidenten Donald Trump, der mehr Jobs für die US-Industrie fordert. Trump hatte große Autobauer wie General Motors Börsen-Chart zeigen und Toyota Börsen-Chart zeigen zuletzt heftig für die Produktion im Niedriglohnland Mexiko kritisiert und mit hohen Strafzöllen gedroht.

Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne betonte jedoch, dass der Schritt schon länger diskutiert worden sei. Bereits im Juli 2016 hatte der Konzern andere US-Investitionen im Wert von über 2,5 Milliarden Dollar angekündigt. Die Umrüstungen der US-Fabriken sind Teil einer großangelegten Umstrukturierung, die bereits nach der Insolvenz im Zuge der Finanzkrise 2009 beschlossen worden war.

Am vergangenen Dienstag hatte bereits der zweitgrößte US-Autobauer Ford Börsen-Chart zeigen angekündigt, 700 Millionen Dollar in eine bestehende US-Fabrik in Michigan zu investieren und so rund 700 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Zugleich wurden nach andauernder Kritik von Trump Pläne für ein 1,6 Milliarden Dollar teures Werk in Mexiko gestrichen. Ford-Chef Mark Fields stritt jedoch ab, damit dem Druck Trumps nachgegeben zu haben. Ausschlaggebend seien wirtschaftliche Faktoren gewesen.

Volkswagen hält trotz Trump an Mexiko fest

Der deutsche Autobauer Volkswagen Börsen-Chart zeigen dagegen will trotz der Drohungen Trumps an seiner Produktion in Mexiko festhalten. Mexiko sei für den Konzern ein großer Markt, sagte VW-Markenvorstand Herbert Diess am Sonntag am Rande der Automesse in Detroit. Im mexikanischen Puebla laufen die Modelle Jetta und Golf MK7 vom Band.

In den USA sei Volkswagen "gut positioniert", sagte Diess weiter. Der Konzern habe stark in das Werk in Chattanooga im Bundesstaat Tennessee investiert, wo rund 3200 Menschen beschäftigt sind und der Passat gebaut wird. Das Werk sei eins der modernsten im Land und könnte noch erweitert werden. Volkswagen werde in den USA künftig auch Elektroautos produzieren, sagte Diess. Der Standort werde Anfang 2018 entschieden.

Volkswagen hatte im September 2015 auf Druck der US-Behörden zugegeben, weltweit in elf Millionen Dieselautos verschiedener Marken eine illegale Software eingebaut zu haben. Dadurch wurden bei Tests deutlich niedrigere Werte an gesundheitsschädlichen Stickoxiden angezeigt. Der Verkauf in den USA ging um 7,6 Prozent im Vorjahresvergleich zurück, auf knapp 323.000 Fahrzeuge. Am Wochenende ist zudem ein VW-Manager im Zusammenhang mit dem Abgasskandal in den USA verhaftet worden.

mg/dpa/afp

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