Dienstag, 19. März 2019

Politiker wollen ab 2030 nur noch abgasfreie Autos Deutschland ohne Diesel und Benzin - kann das funktionieren?

Elektro-Käfer: Ist ein Deutschland ohne Benzin und Diesel möglich?

3. Teil: Sind Autos mit alternativen Antrieben dann überhaupt gut genug?

Darauf deutet die gegenwärtige Entwicklung durchaus hin. Vor allem das Reichweitenproblem der Elektroautos scheint nach und nach zu verschwinden. Bis zu 500 Kilometer und mehr sind mit Fahrzeugen wie dem Opel Ampera-e oder den Teslas schon heute möglich, wenn auch bei sehr moderater Fahrweise. Konzerne investieren Milliarden in die Batterienentwicklung, und tatsächlich werden die Akkus schnell besser. In 14 Jahren sollte das Problem gänzlich beseitigt sein.

Das gilt auch fürs schnelle Nachtanken unterwegs: Schon heute sind 300-Kilowatt-Ladestationen in der Entwicklung. Der elektrische Porsche Mission E soll schon in drei bis vier Jahren Strom für etwa 400 Kilometer in 15 Minuten laden.

Bei Wasserstoff-Elektroautos ist das Thema Reichweite schon seit jeher kein Aufreger: Wagen wie der Toyota Mirai oder der Hyundai ix35 Fuel Cell schaffen heute 500 bis 600 Kilometer am Stück. Die Tanks ließen sich zudem recht einfach vergrößern, betonen die Hersteller. Dies geht allerdings möglicherweise zu lasen des Platzangebots für Passagiere und Ladung.

Mit Blick auf die Fahreigenschaften schlagen Elektroautos Wagen mit Verbrennungsmotor heute bereits in den meisten Autotests. Von Vorteil ist auch, dass wegen der vergleichsweise unkomplexen Bauweise weniger Ersatzteile benötigt werden und die Werkstatt womöglich seltener angesteuert werden muss.

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