Sonntag, 11. Dezember 2016

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Preiserhöhung für zwei Modelle Kaum ist die Kaufprämie in Sicht, werden Elektroautos teurer

Elektroauto-Carsharing in Berlin: Wir groß sind die Mitnahmeeffekte bei einer Kaufprämie?

Elektroautos sind zu teuer - deshalb zahlt der Staat Käufern bald vielleicht eine Prämie in Höhe von 5000 Euro pro Fahrzeug. Die Hoffnung: Auf dieses Weise könnten die Wagen endlich für den Massenmarkt attraktiv werden. Und wenn sie in größerer Stückzahl von den Bändern rollen, sinkt womöglich auch der Herstellungspreis.

Vorerst bewirkt die Diskussion um die Prämie allerdings offenbar eher das Gegenteil: Die ersten Hersteller haben den Preis für Elektromodelle angehoben, wie Recherchen von manager-magazin.de zeigen.

Sowohl Peugeot als auch Citroën haben den Preis für zwei ihrer Elektroautos still und heimlich nach oben geschraubt. Seit dem 1. März kosten die Kleinstwagen Peugeot Ion und Citroën C-Zero 19.390 Euro. Zuvor hatte der Preis 17.850 Euro betragen.

Wasser auf die Mühlen der Kaufprämien-Gegner

Der Vorfall ist Wasser auf die Mühlen von Gegnern der Kaufprämie. Scheint sich doch ihre Befürchtung zu bewahrheiten: Hersteller nutzen die geplante Intervention des Staates aus, um mehr Geld für ihre Fahrzeuge einzustreichen. Den Rabatt gewährt ja die Regierung. "Mitnahmeeffekt" nennt sich das.

Von dieser Theorie wollen Peugeot und Citroën jedoch wenig wissen. Ein Sprecher des PSA-Konzerns, zu dem Peugeot und Citroën gehören, bestätigte zwar die Preiserhöhung. Er verweist allerdings auf andere Gründe: So seien die Transportkosten für die Fahrzeuge gestiegen, zudem habe sich der Wechselkurs des japanischen Yen gegenüber dem Euro verschlechtert.

Die nahezu baugleichen Modelle Ion und C-Zero lassen Peugeot und Citroën in Japan fertigen. Dazu kooperiert PSA mit Mitsubishi.

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