Samstag, 3. Dezember 2016

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Folge des Abgasskandals? Deutsche kaufen mehr Elektroautos


Im ersten vollen Monat nach Beginn des VW-Abgasskandals haben die Deutschen so viele Elektroautos gekauft wie noch nie. Im Oktober ließen die Behörden 1686 rein batterieelektrische Autos sowie 1031 Fahrzeuge mit Plugin-Hybrid-Antrieb zu, wie aus Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes hervorgeht. Damit lag der Elektroauto-Anteil an allen zugelassenen Wagen erstmals bei einem Prozent.

Seit Januar wurden in der Bundesrepublik nunmehr 17.633 Elektroautos registriert (0,6 Prozent aller Fahrzeuge). Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2014 waren es 13.049. Trotz der deutlichen Steigerung scheint das von der Bundesregierung ausgegebene Ziel von einer Million Elektroautos auf deutschen Straßen im Jahr 2020 kaum erreichbar.

Elektroauto-Europakarte: Norwegen bleibt einsame Spitze

Auch in vielen anderen Ländern Europas gewinnen Elektroautos weiter stetig Marktanteile, wie die Grafik von Statista zeigt. Besonders in den Niederlanden gewinnen die Stromer an Fahrt. Dort ist der E-Auto-Anteil auf knapp 6 Prozent gestiegen (Januar bis September). Nach sechs Monaten hatte er lediglich bei gut drei Prozent gelegen.

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Zuwächse gab es auch in Dänemark (auf 1,4 Prozent), Frankreich (1,1 Prozent), Portugal (0,5 Prozent) und Spanien (0,2 Prozent). Mit Abstand vorn bleibt Norwegen mit einem Stromer-Anteil von 22,2 Prozent. In dem skandinavischen Land fallen beim Kauf von Elektroautos zahlreiche indirekte Steuern nicht an, die für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor gelten.

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In ganz Europa wurden in den ersten drei Quartalen 2015 etwa 115.000 Elektroautos verkauft - nach 64.000 im Vorjahreszeitraum. Beliebtestes Modell ist der Mitsubishi Outlander Plugin-Hybrid mit 19.600 verkauften Exemplaren, berichtet die Website "EV Sales". Dahinter folgen der Nissan Leaf (12.800), der Renault Zoe (11.700), Teslas Model S (10.600) und der Golf GTE von Volkswagen (10.200).

Sehen Sie zum Vergleich die Europa-Karte für das erste Halbjahr 2015 und das erste Quartal 2015.


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