Sonntag, 28. August 2016

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mm-Grafik Diese Karte zeigt, wie Deutschland bei Elektroautos versagt


Das ganze deutsche Elektroauto-Elend zeigt sich in einer Zahl: 0,73. Es handelt sich um den prozentualen Anteil von Batteriefahrzeugen (auch Plugin-Hybride) an allen neu zugelassenen Autos 2015. In anderen Worten: Gerade einmal jeder 137. Wagen fährt mit Strom aus der Steckdose.

Damit hinkt Deutschland als Elektroauto-Absatzmarkt im europäischen Vergleich weit hinterher, wie auch die Grafik von Statistazeigt. Europaweit ist der Batteriewagen-Anteil im vergangenen Jahr auf 1,3 Prozent gestiegen und hat sich damit beinahe verdoppelt. In der Bundesrepublik ging es zwar von niedrigem Niveau auch aufwärts (2014: 0,43 Prozent). Dies jedoch auch, weil das meistzugelassene E-Auto (der Kia Soul) in der Regel nur zum Schein registriert wurde.

Schlussverkauf in Dänemark und den Niederlanden

In vielen anderen europäischen Ländern gehören Elektroautos dagegen schon zum Alltagsbild. Unangefochtener Spitzenreiter beleibt Norwegen mit einem Stromer-Anteil von 22,4 Prozent. Dahinter folgen die Niederlande (9,7 Prozent), Schweden (2,5 Prozent) und Dänemark (2,2 Prozent).

All diese Länder fördern den Kauf von Elektroautos mit zum Teil hohen Subventionen und Vergünstigungen. So erlässt der norwegische Staat Käufern die bei Verbrennern üblichen hohen indirekten Steuern, die den Kaufpreis eines Autos schon mal verdoppeln können. In den Niederlanden und Dänemark gab es zuletzt eine Art Schlussverkaufsrally. Dort fielen Steuervergünstigungen zum Jahresende weg.

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