Mittwoch, 27. Juli 2016

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Subventions-Tourismus So profitieren deutsche Autofahrer von der französischen Elektroauto-Kaufprämie

Renault Zoe: In Frankreich zahlt der Staat die Kaufprämie, in Deutschland der Hersteller

Als Leiter des Tourismusverbandes Naturpark Altmühltal fühlt sich Christoph Würflein der Umwelt verbunden. Da war es naheliegend, dass sein nächstes Auto ein Elektrofahrzeug sein sollte.

Doch zu seiner Überraschung rieten ihm zwei Volkswagen-Händler in der Nähe von E-Up und E-Golf ab. Stattdessen wollten sie ihn von einem Auto mit Verbrennungsmotor überzeugen. "Ich habe dort mein blaues Wunder erlebt", erinnert sich Würflein.

Enttäuscht suchte er im Internet nach Fahrzeugen. Und stellte schnell fest, dass es die attraktivsten Angebote in Frankreich gibt - auch dank der dortigen üppigen Kaufprämie für Elektroautos.

"Ich habe meine Frau am Telefon vorgeschickt, die spricht besser Französisch", erinnert sich Würflein an den Kauf seines Renault Zoe. Bei einem Händler im Elsass handelte er schließlich selbst und auf Deutsch den Kaufpreis seines jungen Gebrauchten mit wenigen Tausend Kilometern auf dem Tacho aus: 16.000 statt etwa 21.000 Euro für einen Neuwagen in Deutschland.

Die deutsch-französische Grenze scheidet zwei Elektroauto-Philosophien

Immer wieder finden französische Elektroautos auf diese Weise den Weg nach Deutschland. So kommen auch deutsche Kunden schon jetzt mittelbar in den Genuss eines staatlichen Rabatts - obwohl die deutsche Regierung bisher kein Geld lockermacht.

An der deutsch-französischen Grenze scheiden sich zwei Elektroauto-Philosophien. Während in Berlin viele - vor allem konservative - Stimmen vor Mitnahmeeffekten und hohen Kosten einer Kaufprämie warnen, hat Frankreich schon vor Jahren Fakten geschaffen - wie zahlreiche andere Länder auch.

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