Dienstag, 27. September 2016

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Elektroautos BMW fährt i3-Produktion um 40 Prozent hoch

i3-Produktion in Leipzig: Seit kurzem stellt BMW pro Tag 100 Elektroautos her, zu Jahresanfang waren es noch 70

BMW schraubt die Fertigungszahlen seines Elektroautos nach oben: Der Autohersteller hat die i3-Produktion von 70 auf 100 Fahrzeuge pro Tag erhöht. Doch über eine andere spannende Zahl schweigen die Bayern weiter.

Hamburg - BMW erhöht das Tempo für sein Elektromobil: Der bayerische Luxusautohersteller hat die i3-Produktion in seinem Leipziger Werk in den vergangenen Wochen deutlich hochgefahren. Derzeit werden in Leipzig rund 100 Fahrzeuge pro Tag gefertigt, zu Jahresanfang waren es noch 70.

Produktionsvorstand Harald Krüger begründet die Ausweitung der Fertigung mit dem Marktstart des i3 in Übersee. "Die USA werden der größte Absatzmarkt für den i3", sagt Krüger in einer E-Mail an manager magazin online. Deshalb habe BMW "in den vergangenen Wochen die i3-Produktion planmäßig weiter hochgefahren".

Seit Jahresanfang hat BMW laut Krüger 5000 seiner Elektroautos gefertigt. Wenn die Bayern dieses Tempo beibehalten, werden bis Jahresende rund 20.000 i3 das Leipziger Werk verlassen. Bisher hat BMW ein Absatzziel von 10.000 Fahrzeugen für das Jahr 2014 angegeben.

Wie hoch die aktuellen Verkaufszahlen für den Elektrorenner ausfallen, geben die Bayern aber nicht an. Vor einigen Monaten erklärte BMW zwar, dass bislang 11.000 Vorbestellungen für den i3 vorliegen. Doch über die Zahl der bislang erfolgten i3-Auslieferungen verlautete der Autohersteller bislang nichts.

Noch produziert BMW vor allem Vorführwagen

BMW begründet dies gegenüber manager magazin online damit, dass der viele der seit Jahresanfang hergestellten Fahrzeuge noch nicht in Kundenhand sind. Ein großer Teil der bislang produzierten Fahrzeuge, schreibt Krüger, "befindet sich derzeit als Vorführ- und Ausstellungsfahrzeuge bei den europäischen Händlern oder ist auf dem Weg zu den außereuropäischen Märkten".

Derzeit stellt BMW also vor allem Vorführwagen vor. Denn auch in den USA werden die Fahrzeuge zuerst wohl an die Händler gehen. Allerdings merken die Bayern auch bei den US-Händlern eine sehr starke Nachfrage, sagte ein BMW-Sprecher zu manager magazin online. Deshalb erhöhe man nun die Produktion.

Die Bayern haben im November vergangenen Jahres mit der Herstellung des i3 in Leipzig begonnen, ab Juni soll der Hybrid-Sportwagen i8 zu den Händlern kommen. Beide Fahrzeuge haben ein Chassis aus Carbon, das die Fahrzeuge leichter und damit besonders sparsam machen soll. Als erster Autohersteller setzt BMW damit in großem Umfang Carbon in der Serienproduktion ein. Völlig reibungslos lief die Produktion aber nicht an: Wie manager magazin im Februar berichtete, lief die i3-Herstellung nur schleppend an, weil es bei den Carbonteilen hohe Fehlerquoten gab.

In Deutschland verkauft BMW den i3 ab rund 35.000 Euro, in den USA wird er mindestens 41.350 Dollar kosten.

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