Sonntag, 9. Dezember 2018

Koreanischer Lieferant für Elektroauto-Akkuzellen VW macht Batteriezell-Bündnis mit SK Innovation offiziell

Logo des koreanischen Batteriezellen-Herstellers SK Innovation an der Firmenzentrale in Seoul

Vor einigen Wochen hatte manager magazin bereits über entsprechende Pläne berichtet, nun ist es offiziell: Volkswagen Börsen-Chart zeigen holt den koreanischen Batteriezell-Hersteller SK Innovation (SKI) als weiteren Lieferanten für Elektroautos an Bord.

Der Konzern aus Südkorea werde den Kreis der bisherigen Zulieferer aus LG Chem, Samsung und CATL komplettieren, teilte Volkswagen mit. SKI solle den Bedarf für Nordamerika und einen Teil der Nachfrage für die Produktion von Elektro-Fahrzeugen in Europa decken.

Der VW-Aufsichtsrat soll am Freitag über die Investitionen für die nächsten Jahre entscheiden. Bei dem Treffen der Kontrolleure sollen mehrere Weichenstellungen für VWs Elektroauto-Strategie fallen.

Unternehmenskreisen zufolge sollen die Aufsichtsräte auch über eine mögliche Partnerschaft mit SKI für einen Einstieg der Niedersachsen in eine eigene Batteriezell-Fertigung beraten werden. Manager magazin berichtete bereits Ende Oktober über die Erwägungen und beschrieb, warum SKI für VW ein spannender Partner ist.


Dazu bei manager magazin premium: Wie Herbert Diess Volkswagens Zukunft plant


Volkswagen will die Produktion von E-Autos ab 2019 hochfahren und benötigt dann eine steigende Zahl an Batteriezellen. Insgesamt wollen die verschiedenen Marken des weltgrößten Autokonzerns bis 2025 etwa 50 neue rein batteriegetriebene Fahrzeugmodelle auf die Straße bringen. Dafür wird den Angaben zufolge eine Batteriekapazität von mehr als 150 Gigawattstunden pro Jahr benötigt. Das entspricht einer Jahreskapazität von mindestens vier "Gigafactories" für Batteriezellen. In Europa liefern sich mehrere potenzielle Zellenproduzenten und Standorte dazu einen regelrechten Wettlauf.

Zugleich prüft Volkswagen Unternehmenskreisen zufolge eine Beteiligung am geplanten deutschen Konsortium für die Produktion von Batteriezellen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rechnet ab 2021 hierzulande mit dem Start einer Batteriezellfertigung und wirbt für eine Allianz, an der sich mehrere Partner beteiligen können.

wed/Reuters

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH