Montag, 17. Dezember 2018

Neuer US-Präsident setzt auf Öl Wird Donald Trump das Elektroauto vernichten?

Kommender US-Präsident Donald Trump: Erinnerungen an das Trauma aller Elektroauto-Fans
[M] DPA, Sony
Kommender US-Präsident Donald Trump: Erinnerungen an das Trauma aller Elektroauto-Fans

Als die Amerikaner Donald Trump zum neuen Präsidenten wählten, hatte Elon Musk in Deutschland Wichtiges zu tun. Der Tesla-Chef tütete in der vergangenen Woche den Kauf des rheinland-pfälzischen Maschinenbauers Grohmann Engineering ein - ein weiterer Schritt beim geplanten Aufbau eines weltweit agierenden Elektroauto- und Energieimperiums.

Doch kann Musk Teslas Zukunft überhaupt noch so unbeschwert planen, wenn Trump Präsident ist? Der Immobilien-Milliardär hat sich mehrfach als Freund der fossilen Brennstoffe geoutet. Von Umweltgesetzen für die Autoindustrie hält er wenig. Doch genau diese haben den kontinuierlichen Aufstieg der Batteriefahrzeuge erst ermöglicht. "Ich glaube, er ist nicht der Richtige", hatte Musk schon vor der Wahl über Trump gesagt.

Nicht nur Tesla ist betroffen. Auch etablierte Hersteller wie General Motors, Volkswagen oder BMW sind inzwischen voll auf den Elektroauto-Trend aufgesprungen. Spätestens der Abgasskandal hat dazu geführt, dass die Konzerne Milliarden in die neue Technik stecken. Jetzt sei der Moment zum Umschalten gekommen, meinen Daimler-Chef Dieter Zesche, Matthias Müller (VW), Harald Krüger (BMW) und andere.

Doch haben sie sich womöglich von Teslas Erfolg blenden lassen, der erst durch staatliche Anreize unter der Obama-Regierung möglich wurde? Schafft Donald Trump ein Umfeld, in dem eher schwere Pickups eine Zukunft haben? Zerstören er und seine Freunde aus der Ölindustrie das junge Pflänzchen Elektroauto vielleicht sogar in Gänze und lassen damit das Trauma aller E-Auto-Fans, beschrieben in dem Film "Who killed the Electric Car", wiederkehren? Hier erste Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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