Freitag, 18. August 2017

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Selbstzünder schmiert in Umfrage ab Deutsche wollen statt Diesel lieber Elektroautos kaufen

Elektroauto BMW i3

Der Abgasskandal zeigt zunehmend Wirkung bei den Autofahrern. Stünde jetzt ein Fahrzeugkauf an, würden sich laut einer Umfrage des Forsa-Instituts für den "Stern" 28 Prozent der Befragten für ein Elektroauto entscheiden. Nicht einmal jeder Fünfte (18 Prozent) würde einen Diesel kaufen. Vorn liegt der Benziner mit 43 Prozent.

Das Umfrage-Ergebnis steht allerdings im scharfen Kontrast zu den Zulassungszahlen in Deutschland. Aktuell kommen elektrisch aufladbare Wagen laut Kraftfahrt-Bundesamt auf einen Marktanteil von nur gut einem Prozent.

Umfrage
Auto der Zukunft

Welcher der genannten alternativen Antriebe hat in zehn Jahren die größte Bedeutung?

Der Diesel liegt bei 40 Prozent. Bei Privatkäufern beträgt der Anteil allerdings nur noch 24 Prozent. Die Debatte um Fahrverbote in Stuttgart, München, Hamburg uns anderen Städten hat die Einstellung der Autofahrer scheinbar deutlich beeinflusst. Über die Hälfte der von Forsa Befragten (54 Prozent) geht aber davon aus, dass Dieselautos auch künftig noch in großer Zahl verkauft werden.

Offenbar sind die Autofahrer inzwischen generell aufgeschlossen gegenüber Elektroautos. Als abschreckend werden in Umfragen immer wieder der noch hohe Kaufpreis, die zum Teil niedrige Reichweite und das vielerorts unzureichende Ladesäulen-Netz genannt. Bei einer harten Abwägung im Zuge einer realen Autosuche überwiegen diese Nachteile offenbar noch häufig.

Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet derweil die diskutierten Fahrverbote für ältere Diesel-Fahrzeuge in Großstädten. Gegenüber Forsa sagten 59 Prozent der Befragten, sie hielten Fahrverbote für Diesel ohne die neueste Euro-6-Abgasnorm für richtig. 38 Prozent lehnen solche Verbote dagegen ab.

Besonders hoch ist der Anteil der Befürworter von Fahrverboten mit 75 Prozent unter den Anhängern der Grünen. Mit einem Anteil von 70 Prozent gibt es auch unter den 18- bis 30-Jährigen auffallend viele Befürworter, außerdem sind 67 Prozent der Frauen dafür.

nis/dpa/afp

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