Montag, 26. September 2016

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VW schneidet bei großem Abgastest vergleichsweise gut ab Der dreckigste Diesel kommt aus Amerika

Britische Abgas-Studie: Das sind die neun schlimmsten Diesel-Dreckschleudern
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Jeep

Ist der Diesel-Skandal ein spezielles Problem von Volkswagen? Oder inzwischen auch von Renault Börsen-Chart zeigen und Opel?

Eine Untersuchung der britischen Verbraucherschutz-Organisation Consumers' Association legt nun nahe, was viele Branchenkenner immer wieder vermutet haben: Tatsächlich stoßen offenbar fast alle Diesel-Autos unter realistischen Fahrbedingungen deutlich mehr tödliche Abgase aus als erlaubt, zum Teil um ein Vielfaches.

Die Consumers' Association, das britische Gegenstück zur Stiftung Warentest, hat in den vergangenen Jahren 300 Fahrzeuge auf dem Rollenprüfstand untersucht und die Messungen nun neu ausgewertet. Die Briten haben dabei beispielsweise Klimaanlagen eingeschaltet und länger beschleunigt, um realistischere Ergebnisse zu erreichen als die offiziellen Abgastests.

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Und siehe da: Von den überprüften 153 Diesel-Modellen stießen 95 Prozent der Fahrzeuge mehr Stickoxide aus als die EU-Grenzwerte im offiziellen Testverfahren erlauben.

"Stickoxid-Fabriken auf vier Rädern"

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Am schlimmsten fallen die Ergebnisse ausgerechnet für einen Geländewagen aus Amerika aus, den Jeep Grand Cherokee. In den USA gehen die Behörden im Zuge des Abgasskandals gerade scharf gegen VW vor. Die wenigen Dieselmodelle amerikanischer Hersteller haben die Behörden noch nicht vorgeknöpft, wollen dies aber offenbar tun.

Es sei bekannt, dass die offiziellen Prüfverfahren mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun hätten, sagte ein Jeep-Sprecher gegenüber manager-magazin.de.

Die britischen Konsumentenschützer sprechen mit Blick auf einige untersuchte Diesel-Autos von "Stickoxid-Fabriken auf vier Rädern". Zwischen den offiziellen Grenzwerten und den realen Werten täten sich "Abgründe" auf. Nur sieben Fahrzeuge unterschritten die gesetzlichen Limits.

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