Samstag, 18. November 2017

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Mobilitätsversuch in Großbritannien Diese Straße tankt Ihr Auto während der Fahrt auf

Tanken während der Fahrt: Spulen in der Straße sollen Autos unterwegs aufladen
Highways England
Tanken während der Fahrt: Spulen in der Straße sollen Autos unterwegs aufladen

Bisher ist es ein entscheidender Nachteil von Elektroautos: Mitunter vergeht viel Zeit, bis die entleerte Batterie wieder weitgehend voll ist. Im günstigsten Fall dauert es 30 bis 60 Minuten. Abhilfe war lange nicht wirklich in Sicht - zumal Batterie-Wechselsysteme auf breiter Front gescheitert sind.

Allerdings will die britische Regierung nun eine Technik voranbringen, die lange eher als Spinnerei galt. Es geht darum, Elektroautos während der Fahrt mit Strom zu betanken. Die Fahrzeuge ziehen dabei den Saft mittels eines Empfängers aus Spulen, die in die Straße eingelassen sind.

Etwa anderthalb Monate lang sollen verschiedene Technologien auf Teststraßen erprobt werden, wie Verkehrsminister Andrew Jones bekannt gab. Im Erfolgsfall sollen derartige Vorrichtungen dann auf Großbritanniens meistbefahrenden Straßen angebracht werden.

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Ein wesentlicher Vorteil gegenüber Oberleitungssystemen, wie sie beispielsweise Siemens erprobt: Der Strom gefährdet Autofahrer weniger, da er zwischen Fahrbahnoberfläche und Unterboden des Autos transferiert wird. Bei Oberleitungssystemen gelten dagegen beispielsweise Fahrer von Cabrios als potenziell belastet.

Mit der neuen Technik wäre nicht nur das Problem der langen Aufladezeiten von Elektroautos gelöst. Auch die oft als unzureichend kritisierte Reichweite wäre keine Hürde mehr für die neue Technik, wenn sich der Wagen permanent oder auf einzelnen Abschnitten immer wieder während der Fahrt betanken ließe.

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