Sonntag, 29. Mai 2016

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Supercharger-Netz Deutsche Bahn setzt Tesla unter Strom

Tesla-Ladesäulen in Baden-Württemberg: Die Deutsche Bahn installiert die Supercharger für den kalifornischen Autobauer
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Tesla-Ladesäulen in Baden-Württemberg: Die Deutsche Bahn installiert die Supercharger für den kalifornischen Autobauer

Überraschende Allianz: US-Elektroautobauer Tesla treibt den Bau seines Schnelladenetzes zusammen mit der Deutschen Bahn voran. Bis Ende dieses Jahres sind hierzulande 40 bis 50 Stationen geplant. Die Reichweitenangst im Batterieauto soll dann der Vergangenheit angehören.

Stuttgart - Die Deutsche Bahn arbeit mit dem amerikanischen Elektroauto-Pionier Tesla Börsen-Chart zeigen beim Aufbau eines Netzes von Ladestationen in Deutschland zusammen. Am 21. Januar werde die erste Station in Süddeutschland am Autohof Bad Rappenau an der A6 offiziell in Betrieb genommen, teilte die Bahn am Dienstag mit. manager magazin online hatte die so genannten Supercharger bereits im Dezember exklusiv einem Live-Test unterzogen.

Die Bahn-Tochter DB Energie plant und installiert die Supercharger für den Tesla-Wagen Model S, der im Sommer in Deutschland eingeführt worden war. Gemeinsam mit dem Elektroauto-Dienstleister The Mobility House übernimmt DB Energie auch den Betrieb der Stationen.

Tesla-Chef Elon Musk hatte im Oktober den Aufbau des Ladenetzes in Deutschland angekündigt. Bis Ende dieses Jahres sollen 40 bis 50 Stationen installiert sein, sodass ein Tesla-Auto mit seiner Reichweite von 500 Kilometern auch über lange Strecken an ausreichend Strom kommt. Dieser ist für Fahrer des Model S kostenlos.

Die deutschen Autobauer wollen bis Ende 2014 ein gutes Dutzend Serienmodelle mit Elektroantrieb auf den Markt bringen. Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, bis 2020 eine Millionen E-Autos auf die Straße zu bekommen.

Auch deutsche Stromversorger wie RWE haben bereits Ladesäulen an Autobahnen installiert. Diese laden allerdings langsamer als die 135-Kilowatt-Anlagen von Tesla. Mit den Superchargern tankt ein Auto in einer halben Stunde Strom für etwa 250 bis 300 Kilometer Fahrt.

Elektroauto-Marktführer in Deutschland ist bisher mit einem Anteil von rund 40 Prozent die Daimler-Marke Smart. Der Stuttgarter Konzern ist an Tesla beteiligt und baut in den Smart Batterien des US-Unternehmens ein. Tesla entwickelt für Daimler außerdem den kompletten Antriebsstrang für die 2014 auf den Markt kommende Elektrovariante der B-Klasse.

Lesen Sie hier den Live-Test der Supercharger nach sowie das Fazit der Autoren!

nis/rtr

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