Donnerstag, 23. November 2017

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Diesel-Affäre bedroht Umsätze So viel verkaufen die deutschen Autobauer im Ausland - und daheim

Der europäische Automarkt zeigt sich in stabiler Verfassung: Im ersten Halbjahr 2017 wurden trotz Diesel-Skandals mit 8,21 Millionen Autos so viele Fahrzeuge binnen eines Halbjahrs verkauft wie seit zehn Jahren nicht mehr, wie der europäische Branchenverband Acea am Freitag mitteilte. Von diesem bereits seit einigen Jahren positiven Trend profitieren in besonderer Weise die deutschen Autohersteller, wie die Grafik von Statista zeigt: Daimler, Volkswagen, BMW und Co konnten in den Jahren 2015 und 2016 ihre Umsätze stabil über dem hohen Niveau von 400 Milliarden Euro halten. Gegenüber dem Jahr 2009 ist das eine Steigerung um mehr als 50 Prozent.

Bemerkenswert: Der Umsatz der deutschen Autobauer im Inland ist im Jahr 2016 erneut gestiegen und hat die Marke von 148 Milliarden Euro erreicht. Das sind rund 35 Prozent des Gesamtumsatzes: Im Ausland erreichten die deutschen Autohersteller einen Umsatz von 256 Milliarden Euro, damit ist der Umsatz im Ausland erstmals seit 8 Jahren wieder leicht zurückgegangen. Der Diesel-Skandal von Volkswagen trug zu dieser Entwicklung bei, und neue Berichte über Abgas-Manipulationen gefährden auch andere deutsche Hersteller. Um die Marke von 400 Milliarden Euro Umsatz zu verteidigen, so die Meinung von Experten, müssen die deutschen Hersteller die Entwicklung von Elektro-Autos beschleunigen. Mit Verbrennungsmotoren allein sei der hohe Marktanteil der deutschen Autobauer nicht zu halten.

la/mmo

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