Dienstag, 26. Mai 2015

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Autohersteller BMW und Daimler drücken ihre Lohnkosten mit neuen Werken in Mexiko

A-Klasse von Mercedes: Im mexikanischen Aguascalientes will Daimler die nächste Generation des Coupés CLA und eine neue Limousinenvariante der kompakten A-Klasse fertigen

Die kleineren Modelle sind die Rendite-Schwächlinge in der Produkt-Palette von BMW und Daimler. Neue Fabriken in Ländern mit niedrigeren Löhnen sollen das jetzt ändern.

Die deutschen Automobilhersteller zieht es an Niedriglohnstandorte. BMW und Daimler werden neue Werke in Mexiko bauen. BMW plant dort die Fertigung eines Bestsellers, und Mercedes plant einen Ableger seiner A-Klasse. BMW wolle in der Fabrik zunächst seinen Bestseller 3er fertigen, berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe. Die Produktion solle möglichst noch Ende 2016, spätestens aber 2017 anlaufen, heißt es in Konzernkreisen. Geplant sei zunächst eine Kapazität von rund 150.000 Autos pro Jahr.

Grundsätzlich sei die Entscheidung über das Werk bereits gefallen. Den genauen Standort werde der Vorstand in den kommenden Wochen festlegen.

BMW Börsen-Chart zeigen baut das neue Werk im Niedriglohnland Mexiko, um die durchschnittlichen Produktionskosten zu senken. Ähnlich plant auch der Stuttgarter Rivale Mercedes. Die Nobelmarke des Daimler-Konzerns werde künftig im mexikanischen Aguascalientes Ableger seiner A-Klasse produzieren, berichtet manager magazin online.

Der Vorstand von Daimler Börsen-Chart zeigen werde das Werk in etwa zwei Wochen endgültig genehmigen, sagen Konzernmanager. Gebaut werden sollten dort die nächste Generation des Coupés CLA und eine neue, von Mercedes bislang noch nicht angebotene Limousinenvariante der kompakten A-Klasse.

Mercedes dockt in Aguascalientes an ein Werk des Allianzpartners Nissan Börsen-Chart zeigen an. Daimler entwickelt die nächste Generation seiner Kompaktreihe gemeinsam mit der japanischen Renault-Tochter. Nissan werde ebenfalls in dem neuen Werk produzieren, heißt es in Stuttgart.

Auch BMW denkt bereits darüber nach, in Mexiko künftig zusätzlich zum 3er Ableger seines Kompaktmodells 1er zu bauen. Sowohl BMW als auch Mercedes haben Probleme, mit ihren kleinen Modellen auch nur annähernd so viel zu verdienen wie etwa mit größeren Limousinen oder Geländegängern wie X5 oder M-Klasse.

Unter anderem deshalb wollen beide Marken künftig auch in China Derivate ihrer Kompaktmodelle produzieren. Bei Mercedes geht es dabei insbesondere um die Geländevariante GLA, bei BMW um Modelle der mit der 1er-Reihe inzwischen auf eine Plattform aufgesetzten Marke Mini, heißt es in den Unternehmen.

Mehr Wirtschaft aus erster Hand? Der obige Text ist nur ein minimaler Ausschnitt aus der Juli-Ausgabe des manager magazins. Das neue Heft (und die nächste Ausgabe) können Sie hier im Vorteilsangebot bestellen.
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