Freitag, 21. September 2018

Künftig alle E-Initiativen einer Sparte unter einem Dach Daimler kontert Tesla mit eigenem Elektro-Schwerlaster

Daimler will sein Angebot an elektrisch betriebenen Transportern bis zum Schwerlaster ausbauen

Daimler setzt im Wettbewerb mit Tesla und anderen Herstellern auf einen schweren Lastwagen mit Elektroantrieb. Der "eCascadia" soll 2021 in die Serienfertigung gehen und bis 400 Kilometer schaffen. Auch ein kleinerer weiterer E-Laster ist geplant.

Der Lkw-Hersteller Daimler geht nun auch bei seiner US-Marke Freightliner mit zwei komplett elektrischen Lastwagen auf den Markt. Zunächst sollen allerdings nur 30 Fahrzeuge in einer Art Pilotphase an Kunden ausgeliefert werden, wie der Konzern in der Nacht zu Donnerstag (MESZ) bei einer Investorenveranstaltung in Portland (US-Bundesstaat Oregon) mitteilte.

Der Beginn der Serienfertigung ist, genau wie beim Mercedes-Benz-Modell eActros, für 2021 geplant. Zudem führt Daimler alles, was bei seinen Lastwagen und Bussen mit Elektromobilität zu tun hat, markenübergreifend unter einem Dach zusammen.

Die ersten 30 Freightliner-E-Lastwagen sollen im Laufe dieses Jahres als "Innovationsflotte" an Kunden übergeben werden. Man verfolge damit das Ziel, gemeinsam weitere Erkenntnisse zu gewinnen, wie sich Elektro-Lkw im Alltag möglichst effizient einsetzen ließen, hieß es. Der schwere "eCascadia" soll eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern haben, der leichtere "eM2" soll bis zu 370 Kilometer schaffen.

US-Konkurrent Tesla hatte vergangenes Jahr einen 40-Tonner mit bis zu 800 Kilometern Reichweite angekündigt. Schon bei der Vorstellung des eActros im Februar hatte sich Daimlers Truck-Chef Martin Daum skeptisch gezeigt, ob das machbar ist. Auch der eActros wird erst von ausgewählten Kunden auf Alltagstauglichkeit getestet, bevor er in Serie geht.

Beim kleinen eCanter der Marke Fuso ist Daimler schon einen Schritt weiter: ihn gibt es zumindest in Kleinserie. Seit Anfang des Jahres sind erste Exemplare des "Fuso eCanter" auch in Europa unterwegs. Zu den Kunden zählen hier die Logistik-Unternehmen Dachser, Schenker, Rhenus sowie DHL. Die Serienproduktion soll ab 2019 gelingen. Der E-Transporter mit einer Reichweite von bis zu 100 Kilometern und einer Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern ist eine gemeinsame Entwicklung Daimler und Mitsubishi Börsen-Chart zeigen und ähnlich wie der "Streetscooter" der Deutschen Post Börsen-Chart zeigen vor allem für den Stadtbereich und die nähere städtische Umgebung gedacht.

Auch andere Lkw-Hersteller arbeiten an Elektro-Lastwagen, um die Schadstoffemissionen durch den Diesel-Verkehr einzudämmen. So will die VW-Tochter MAN Börsen-Chart zeigen ebenfalls ab 2021 größere Stückzahlen von E-Lastern auf den Markt bringen.

Im November hatte der US-Elektroautobauer Tesla Börsen-Chart zeigen angekündigt, einen schweren E-Laster namens "Tesla Semi"ab 2019 anzubieten. Der Lkw ist im Unterschied zu den Modellen von Daimler Börsen-Chart zeigen und MAN für die Langstrecke von bis zu 800 Kilometern gedacht und mit 36 Tonnen auch schwerer als der "eActros".

Seite 1 von 2

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH