Mittwoch, 23. Januar 2019

Verwirrung um Bloomberg-Meldung Geely dementiert Verkauf von Daimler-Anteilen

Geely-Chef Li Shufu dementiert, Aktien von Daimler verkauft zu haben beziehungsweise verkaufen zu wollen

Verwirrung um Geely und Daimler: Der chinesische Anteilseigner dementiert einen Bloomberg-Bericht über seinen Teilausstieg bei dem deutschen Autobauer.

Der chinesische Investor und Geely-Eigner Li Shufu hat einen Bericht über eine Senkung seines Daimler-Anteils dementiert. "Als langfristiger Investor hat die Zhejiang Geely Holding keine Pläne, ihre Beteiligung an Daimler zu liquidieren", teilte ein Geely-Sprecher am Freitag auf Reuters-Anfrage mit. Die Nachrichtenagentur dpa-afx zitiert Geely zudem mit den Worten, der Daimler-Anteil bleibe unverändert.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen berichtet, Geely habe seinen vor weniger als einem Jahr erworbenen Anteil von 9,7 Prozent um mehr als die Hälfte reduziert. Der Hintergrund der Transaktion wurde nicht erläutert.

Daimler lehnte eine Stellungnahme ab. Aus einer Stimmrechtsmitteilung an der Börse ging hervor, dass die Investmentbank Morgan Stanley über Finanzinstrumente knapp 5,4 Prozent der Stimmrechte an dem Stuttgarter Autobauer hält.

Li Shufu hatte seinen Daimler-Einstieg im Februar vergangenen Jahres über die Investmentbank abgewickelt. Geely hatte im Februar vergangenen Jahres 9,69 Prozent an Daimler erworben. Der überraschende Einstieg hatte damals eine Debatte ausgelöst, ob Transparenzregeln verschärft werden sollen.

rei/Reuters/dpa-afx

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