Dienstag, 31. Mai 2016

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Daimler-Chef zuversichtlich Zetsche: Mercedes hat Vertrauenskrise überwunden

Daimler-Chef Dieter Zetsche: Menschen haben wieder das gleiche Vertrauen in Mercedes-Benz wie vor Bekanntwerden der Abgas-Manipulationen

Der Daimler-Konzern hat nach Ansicht von Vorstandschef Dieter Zetsche das allgemeine Misstrauen gegenüber der Autoindustrie und insbesondere Dieselfahrzeugen wegen des VW-Abgas-Skandals inzwischen überwunden. Eine Zeit lang habe der ganze Industriezweig die Folgen des Skandals gespürt, sagte Zetsche der Nachrichtenagentur AFP in Detroit. Heute hätten die Menschen aber wieder das gleiche Vertrauen in die Marke Mercedes-Benz wie vor Bekanntwerden der Abgas-Manipulationen.

Sein Unternehmen habe den Aktionären darstellen müssen, was es tue und was es nicht tue, sagte Zetsche am Sonntag (Ortszeit) am Rande der Automesse in Detroit, der größten Branchenschau in den USA. Inzwischen sei das Vertrauen sowohl bei Aktionären als auch bei Kunden zurückgekehrt.

Mercedes-Benz hatte sich in der vergangenen Woche überRekordverkaufszahlen in den USA freuen können. Gut 380.000 Autos der Marke wurden im Jahr 2015 verkauft, 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Dagegen wurde der VW-Absatz wegen des Abgas-Skandals deutlich in Mitleidenschaft gezogen. Nach US-Ermittlungen hatte der Volkswagen-Konzern im September eingeräumt, in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Schummelsoftware eingesetzt zu haben, die bei Emissionstests einen niedrigeren Stickoxidausstoß anzeigt als auf der Straße.

Zetsche zeigte sich überzeugt, dass Dieselfahrzeuge weiterhin ein Nischendasein in den USA fristen, aber nicht ganz vom Markt verschwinden werden. Der Marktanteil werde nach einer Delle voraussichtlich stabil bleiben, sagte er AFP bei der Mercedes-Party vor dem offiziellen Messebeginn. Nur etwa drei Prozent aller Wagen in den USA fahren mit Diesel.


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ts/AFP

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