Freitag, 20. Juli 2018

Zulieferer Continental will Dreiteilung forcieren Erster Börsengang einer Tochter schon 2018?

Reifen von Continental: Die Rubber Group, die das Reifengeschäft von Continental bündelt, wäre ein heißer Kandidat für einen ersten Börsengang

Der Automobilzulieferer Continental will möglichst noch 2018 eine erste Tochter an die Börse bringen. Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle dränge zur Eile, schreibt das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 19. Januar). Die Richtung sei klar, auch wenn es noch keine abschließenden Beschlüsse vom Vorstand und Aufsichtsrat gebe.

Die Konzernspitze prüft derzeit eine Neuaufstellung des Konzerns. Sie will sich damit auf ein künftig verändertes Automobilgeschäft vorbereiten. Favorisierte Option sei eine Art Dreiteilung des Konzerns, heißt es in Hannover. Abhängig von der strategischen Logik könne man dann schnell Töchter an die Börse bringen. Der Konzern wolle in diesem Fall zunächst die Mehrheit der Anteile behalten.

Die Continental AG ist schon heute als Holding aufgestellt. Das erleichtert einen Umbau des Konzerns. Im derzeit favorisierten Szenario bestünde Conti aus der heute schon eigenständigen Rubber Group, deren Kern die Reifenproduktion ist. Dazu kämen die Motorensparte Powertrain und als dritter Teil die zusammengefassten Einheiten Chassis & Safety sowie Interior, heißt es im Konzern. Die dritte Einheit enthalte alles, was mit autonomem Fahren, neuen Mobilitätsdiensten und Infotainment zu tun habe. Diese Töchter stünden dann nebeneinander unter dem Dach der Continental-Holding. Rubber oder Powertrain wären die ersten Kandidaten für einen Börsengang.

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Conti hat 2017 mit gut 220.000 Mitarbeitern 44 Milliarden Euro umgesetzt. Das Unternehmen hatte nur bestätigt, man prüfe, wie man "die Organisation noch flexibler auf die Herausforderungen in der Automobilindustrie" ausrichten könne.

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