Donnerstag, 15. November 2018

Keine Mehrwertsteuer für Elektroautos China gibt Vollstrom - wie reagieren Daimler und Co.?

Daimlers China-Stromer Denza: Peking erhöht bei der Elektromobilität die Schlagzahl

Der erste Versuch ging schief, nun verdoppelt Peking den Einsatz: Mit enormen Subventionen will China den Elektroautos zum Durchbruch verhelfen, unter anderem fällt die Mehrwertsteuer weg. Die Konsequenzen für BMW, Daimler und Co. sind massiv.

Hamburg - In Phase eins hat die Elektrorakete nicht gezündet. Nur wenige Tausend Batterieautos wurden in China verkauft, seit die Regierung während der Wirtschaftskrise Fördergelder für Elektroautos bereitstellte. 2013 waren es knapp 15.000 (USA: 100.000). Vor allem an der unzureichenden Ladeinfrastruktur scheiterte bisher der Versuch, mehr potenziell umweltfreundliche Autos auf die Straße zu bringen.

Doch angesichts massiver Smog-Probleme legt Peking nach. So hat der Staatsrat gerade beschlossen, die zehnprozentige Verkaufssteuer für Elektroautos (auch Plug-in-Hybride und Wasserstoffautos) ab September bis Ende 2017 auszusetzen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.

Es ist nur einer von mehreren Schritten, die China in den vergangenen Monaten unternommen hat, um den Absatz anzukurbeln:

• Die Kaufprämie wurde auf bis zu 10.000 Dollar erhöht

• Mehrere Städte schreiben Ladestationen in Garagen von Neubauten vor

• Einzelne Metropolen stellen die Taxi- und Busflotten auf Elektrofahrzeuge um

• Auch müssen Halter von Elektroautos nicht jahrelang auf ein Nummernschild warten wie die Fahrer von Benzinern, deren Verkauf wegen der Umweltprobleme vielerorts eingeschränkt ist.

• Zudem sind die Fahrzeuge von jährlich zu entrichtenden Steuern befreit.

Aktien des örtlichen Herstellers BYD Börsen-Chart zeigen reagierten mit einem Kurssprung auf die Nachricht vom Mehrwertsteuererlass. US-Investor Warren Buffett kaufte 2008 für 230 Millionen Dollar 10 Prozent an dem Unternehmen, das auch Elektro-Pkw und Elektrobusse herstellt.

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